Marktbericht New York
Wall Street tritt auf der Stelle

Die US-Börsen haben am Freitag angesichts der Sorgen um einem möglichen Handelskrieg der USA mit China kaum verändert geschlossen.

HB NEW YORK. Händlern zufolge verhinderte der gesunkene Ölpreis größere Verluste. Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, Zoll auf subventioniertes Papier aus China zu erheben. Bislang hatten sich die USA jahrzehntelang bei Zöllen auf subventionierte Produkte aus nicht marktwirtschaftlich organisierten Ländern zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,05 Prozent im Plus bei 12.354 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12.242 und 12.416 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,12 Prozent schwächer bei 1.420 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,16 Prozent auf .2421 Punkte.

"Das ist ein politisches Manöver", sagte Larry Peruzzi von The Boston Company Asset Management mit Blick auf die geplanten Zölle für beschichtetes Papier. "Der Dollar rutscht deshalb ab, weil die Leute versuchen, die Reaktion Chinas vorherzusehen." Der Euro kostete am Abend 1,3356 Dollar.

Zu den Verlierern gehörten die Aktien von Unternehmen, die stark auf Exporte angewiesen sind. Händler befürchteten Nachteile für US-Firmen, sollte ein handfester Handelskrieg zwischen den USA und China ausbrechen. Die Papiere von General Electric gaben 0,53 Prozent auf 35,36 Dollar nach, die Aktien des Flugzeugkonzerns Boeing verloren 0,95 Prozent auf 88,91 Dollar.

Die Papiere des Ölkonzerns Exxon Mobil gaben 1,04 Prozent auf 75,45 Dollar nach. Der Ölpreis hatte zuvor einen Teil seines jüngsten Anstiegs wieder eingebüßt, der durch die Krise um die im Iran festgehaltenen britischen Soldaten ausgelöst worden war. Das Barrel leichtes US-Öl kostete mit 65,60 Dollar 43 Cent weniger als am Vortag.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Papierkonzernen wie International Paper mit einem Plus von 1,42 Prozent auf 36,40 Dollar oder Bowater mit einem Anstieg von 1,62 Prozent auf 23,82 Dollar. Die Investoren erhoffen sich von den Zöllen auf chinesisches Papier bessere Geschäfte für heimische Konzerne.

Die Aktien des Telekommunikationskonzerns Verizon stiegen ebenfalls um 0,93 Prozent auf 37,92 Dollar. Die US-Verwaltung hatte dem Konzern gemeinsam mit AT&T und Qwest am Donnerstag einen Großauftrag über die Modernisierung des Telekommunikationssystems erteilt, der ein Volumen von bis zu 48 Milliarden Dollar haben könnte. Die Qwest-Aktien notierten um 0,45 Prozent höher bei 8,99 Dollar, die AT&T-Papiere gewannen 0,66 Prozent auf 39,43 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,59 Milliarden Aktien den Besitzer. 1822 Werte legten zu, 1469 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Milliarden Aktien 1719 im Plus, 1312 im Minus und 130 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 99-25/32. Sie rentierten mit 4,650 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 2/32 nach auf 98-15/32 und hatten eine Rendite von 4,847 Prozent.

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