Marktbericht New York
Wall Street verliert an Boden

Kursverluste beim weltgrößten Chip-Hersteller Intel und Sorgen vor steigenden Zinsen haben die US-Börsen am Mittwoch belastet. Neben Intel-Aktien gerieten auch Titel von Videospiel-Anbietern unter Druck, nachdem der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony den Start seiner Playstation 3 in Europa verschoben hat.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,55 Prozent schwächer bei 11 406 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11.395 und 11.466 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,99 Prozent auf 1300 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,72 Prozent auf 2167 Stellen nach.

Ein relativ starker Anstieg der amerikanischen Löhne im zweiten Quartal hat die Wall Street unter Druck gesetzt. Marktbeobachter befürchteten, dass dies die Inflation beleben und die Notenbank zu einer Wiederaufnahme ihrer Leitzinserhöhungen veranlassen könnte.

Im Verlauf des Handels veröffentlichte die Notenbank Fed zudem ihren Konjunkturbericht "Beige Book", der die Aktienbörsen noch ein weiteres Stück ins Minus drückte. Dem Bericht zufolge war die US-Wirtschaft von Mitte Juli bis Ende August durch die Bank weiter gewachsen. In fünf von zwölf Regionen verlangsamte sich jedoch das Wachstum.

Kursverluste beim weltgrößten Chip-Hersteller Intel belasteten zusätzlich. "Intel muss sich auf zunehmenden Wettbewerbsdruck einstellen; es muss sich an diese neue Realität anpassen", sagte Analyst Greg Palmer von Pacific Crest Securities. Der Kursverlust von Intel ziehe zudem andere Technologie-Werte ins Minus. Der Chiphersteller hatte am Vorabend angekündigt, 10.500 Stellen oder jeden zehnten Arbeitsplatz zu streichen. Dies lag am unteren Ende der Erwartungen von Analysten, die einen Abbau zwischen 9000 und 15.000 Stellen vorhergesagt hatten. Die Intel-Aktie büßten 3,4 Prozent auf 19,31 Dollar ein.

Auch die Anleger von Sony gehörten wegen der verschobenen Markteinführung der PlayStation 3 zu den Verlierern: Die in New York gehandelten Aktien gaben rund 2,4 Prozent auf 42,84 Dollar nach. Wegen der Nachricht verloren auch die Papiere des größten Videospiele-Herstellers Electronic Arts , die bei 51,22 Dollar rund 1,3 Prozent im Minus lagen.

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