Marktbericht New York: Wieder drückt Ölpreis auf Stimmung an der Wall Street

Marktbericht New York
Wieder drückt Ölpreis auf Stimmung an der Wall Street

Ein neuer Höchststand beim Ölpreis hat den US-Börsen am Freitag deutliche Verluste beschert. Zu den Verlierern zählten vor allem Papiere von Unternehmen, die viel Energie verbrauchen - wie die Aktien der großen Mischkonzerne ein. Einen Verkaufstrend gab es auch im Finanzsektor. Verantwortlich dafür sind Sorgen um den US-Hypotheken-Markt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,3 Prozent tiefer bei 12 647 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 682 und 12 628 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,36 Prozent auf 1 451 Zähler. Der Nasdaq-Composite ging um 0,39 Prozent zurück auf 2 515 Stellen.

Auf Wochensicht verloren der Dow 0,9 Prozent und der S&P-500 0,3 Prozent, während sich die Nasdaq um 0,8 Prozent nach oben bewegte. Für den Dow war es die schlechteste Woche seit August.

Der Preis für ein Barrel (etwa 159 Liter) US-Leichtöl hatte zeitweise bei weit über 61 Dollar gelegen und damit den bislang höchsten Stand in diesem Jahr markiert. Gegen Nachmittag mussten immerhin noch 60,92 Dollar gezahlt werden. Experten machten für die Entwicklung einen unerwartet starken Rückgang der US-Lagerbestände verantwortlich. Was aber auch auf die Stimmung drücke, sei der anhaltende Atomstreit mit dem Iran, sagte Jim Awad von Awad Asset Management mit Blick auf den viertgrößten Öl-Exporteur der Welt.

Vom Trend profitierten erwartungsgemäß die Aktien der großen Energiekonzerne: Papiere von Exxon Mobil verteuerten sich etwa um 0,2 Prozent auf 75,22 Dollar. Dagegen trennten sich viele Anleger von Anteilsscheinen des Mischkonzerns General Electric, die um 0,9 Prozent auf 35,10 Dollar nachgaben. Auch Papiere des Schwermaschinenherstellers Caterpillar verloren - sie verbilligten sich um 0,8 Prozent auf 67,26 Dollar.

Die Aktien zahlreicher Banken rutschten ab, da es zuletzt Sorgen um das Geschäft jener Institute gegeben hatte, die finanzschwache Kunden betreuen. Betroffen sind hier insbesondere die Hypothekengeber. Analysten zufolge machen die zuletzt gestiegenen Energiepreise in den USA gerade den ärmeren Schuldnern zu schaffen. Viele von ihnen hätten ohnehin schon mit den gestiegenen Zinsen zu tun. Die Kursverluste erfassten den gesamten Sektor: Anteilsscheine des Hypothekengebers Countrywide Financial verloren etwa gut zwei Prozent auf 39,33 Dollar, die der Bank of America 1,6 Prozent auf 52,86 Dollar.

Abgestraft wurden zudem die Aktien des Restaurantkettenbetreibers Yum Brands, die um 0,9 Prozent auf 60,51 Dollar nachgaben. Grund waren Berichte über Ratten in einer New Yorker Filiale von Kentucky Fried Chicken/Taco Bell.

type="organisation" value="US5949181045">Microsoft-Papiere verbilligten sich um 1,7 Prozent auf 28,90 Dollar. Eine US-Jury hatte am Vortag befunden, dass der Softwareriese in einem Patentstreit mit Alcatel-Lucent mehr als eine Milliarde Dollar Strafe zahlen soll.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,45 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 593 Werte legten zu, 1 720 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1 313 im Plus, 1 706 im Minus und 156 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 14/32 auf 99-18/32. Sie rentierten mit 4,678 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten um 27/32 zu auf 99-16/32 und hatten eine Rendite von 4,780 Prozent.

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