Marktbericht
Nikkei-Index dreht zum Handelsschluss ins Minus

Uneinheitlich haben die Aktienkurse in Tokio am Mittwoch eine volatile Sitzung beendet. Nachdem der Markt vorübergehend von der Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung in Japan profitiert hatte, setzten im späten Geschäft Gewinnmitnahmen ein. Der Euro gab zum Dollar weiter nach.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei gab 0,69 Prozent auf 13 463 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix-Index schloss nahezu unverändert bei 1 406 Punkten.

Händler und Analysten verwiesen auf die fehlenden Impulse von der Wall Street. „Die Flaute an den US-Märkten hat einige Investoren dazu veranlasst, japanische Werte zu verkaufen, die zuvor ein ganz schönes Stück zugelegt hatten“, sagte Analyst Takahiko Murai von Nozomi Securities.

Die nach dem US-Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen des Computerherstellers Apple veranlassten die Investoren ebenfalls nicht zu Zukäufen: Das Unternehmen hatte zwar den Quartalsgewinn vervierfacht, die Umsatzerwartungen der Analysten jedoch verfehlt. „Wir müssen wegen des strauchelnden US-Markts aufpassen. Er dürfte die Märkte hier früher oder später belasten“, sagte Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Securities. Wenig Zurückhaltung zeigten Investoren indes bei Immobilienwerten - das Papier des größten japanischen Immobilien-Unternehmers Mitsui Fudosan legte um knapp fünf Prozent zu. Das Interesse belege das Vertrauen darauf, dass die japanische Wirtschaft sich am Beginn einer Erholungsphase befände, sagten Händler.

Die Leitindizes in Hongkong in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan gaben teils deutlich nach. Die US-Börsen hatten am Vorabend nach unterschiedlich bewerteten Unternehmensdaten uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag zu Handelsschluss 0,14 Prozent im Plus bei 10.253 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,21 Prozent im Minus bei 1184 Zählern. Der Nasdaq-Composite der Technologiebörse gab bis zum Börsenschluss 0,86 Prozent auf 2061 Punkte nach.

Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von der in Aussicht gestellten Fortsetzung der US-Leitzinserhöhungen. Am Vortag war das Protokoll der September-Sitzung der US-Notenbank Fed veröffentlicht worden. Aus diesem geht hervor, dass die Fed an ihrer Politik der steigenden Zinsen festhalten will, um die Inflation in Schach zu halten. Ein Euro kostete in Tokio mit 1,1969 Dollar etwas weniger als im späten Handel in New York, wo er mit 1,1990 Dollar notiert wurde. Zur japanischen Währung tendierte der Dollar bei 114,60 Yen nach 114,48 Yen und lag damit nahe eines 17-Monate-Hochs. Der Preis je Feinunze Gold lag nahezu unverändert bei 477,40 Dollar.

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