Marktbericht
Nikkei-Index schließt auf Jahrestief

Sorgen vor einer Abschwächung des Wachstums der US-Wirtschaft und negativen Auswirkungen auf exportabhängige Unternehmen haben am Mittwoch die asiatischen Börsen belastet. Der Nikkei-Index schloss auf dem tiefsten Stand seit November vergangenen Jahres.

HB SINGAPUR. Zu den größten Verlieren zählten Exportwerte, etwa des Kamera- und Kopiergeräteherstellers Canon, des Autobauers Toyota oder seines Rivalen Honda. Auslöser für den Ausverkauf waren weiter Warnungen von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke vor zunehmender Inflationsgefahr und die Prognose eines verlangsamten Wirtschaftswachstums in den USA. Händler deuten die Worte des Fed-Chefs vom Montag als Hinweis auf weitere Zinserhöhungen. Der Euro notierte im fernöstlichen Handel wenig verändert.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss auf dem tiefsten Stand seit November 2005. Er verlor 1,88 Prozent auf 15 096 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,15 Prozent auf knapp 1534 Zähler. Auch die Börsen von Taiwan, Singapur und Südkorea und Hongkong verbuchten deutliche Verluste. Neu angefachte Inflations- und Zinsängste hatten zuvor auch die US-Börsen den zweiten Tag in Folge ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank zeitweise unter 11 000 Punkte - zum ersten Mal seit Anfang März. Den Handel beendete der Index praktisch mit einer Punktlandung auf dieser psychologisch wichtigen Marke. Er verließ den Handel 0,42 Prozent im Minus bei rund 11 002 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,11 Prozent auf 1263 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq sank um 0,32 Prozent auf 2162 Punkte.

Sollten die negativen Vorgaben aus den USA auf die asiatischen Aktienmärkte voll durchschlagen, könnte dies die Indizes noch weiter drücken, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities.“Wir sind an einem entscheidenden Punkt angekommen.“ Auf China, das mit den USA das stärkste Ungleichgewicht im Handel aufweise, werde sich eine mögliche Verlangsamung der US-Wirtschaft zuerst auswirken, dann folge bereits Japan.

Technologietitel wie die des Unterhaltungselektronikkonzerns Sony gaben um 2,15 Prozent nach, die Titel des Konkurrenten Pioneer verloren deutlich an Boden, da Analysten sich über die Pläne des Unternehmens im Unklaren gelassen fühlten. Verkauft wurden auch Papiere der Elektronikhersteller Canon und des Maschinenbauers Komatsu.

Der Euro kostete im fernöstlichen Handel 1,2790 Dollar. Am Dienstag hatte er zum US-Börsenschluss bei 1,2819 Dollar gelegen. Der Dollar wurde bei 113,40 Yen gehandelt nach 113,08 Yen im späten Handel in New York.

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