Marktbericht Österreich
ATX legt 1,3 Prozent zu

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Nach moderatem Start und einem kurzen Abstecher in die Verlustzone drehte der österreichische Leitindex ins Plus.

HB WIEN. Der ATX stieg um 1,27 Prozent auf 2 581,66 Punkte. Seine Gewinne konnte der ATX im Tagesverlauf kontinuierlich ausbauen, kurz vor der Schlussglocke gab er zwar einen Teil der Gewinne ab. So wie sein europäisches Umfeld schloss er aber insgesamt mit einem deutlichem Aufschlag. Eine sehr positive Wall Street beflügelte zusätzlich. Ein Händler verwies darauf, dass der sehr geringe Umsatz eine deutliche Sprache spreche, dass er jedoch eine Kursrally als "durchaus möglich" ansehe.

Für den Anstieg im Leitindex waren vor allem die Bankenschwergewichte verantwortlich. Während Raiffeisen International mit plus 3,27 Prozent auf 35,18 Euro an die ATX-Spitze kletterten, konnten Erste Group um 2,15 Prozent auf 29,75 Euro zulegen. Voestalpine (plus 1,10 Prozent auf 27,23 Euro) und Telekom Austria (plus 0,95 Prozent auf 11,14 Euro) erzielten ebenfalls ein merkliches Kursplus.

Durch eine Anhebung der Einstufung von "Hold" auf "Buy" kamen die Titel der OMV (plus 0,66 Prozent auf 28,19 Euro) in den Blickpunkt. Die Wertpapierexperten der ING haben zusätzlich das Kursziel für die OMV-Papiere um 25 Prozent von 29,50 auf 37,00 Euro nach oben gesetzt.

Für einen großen Teil des Indexaufschlags waren auch Verbund-Titel verantwortlich. Die Aktien des Energiekonzerns schlossen mit einem Zuschlag von 1,64 Prozent auf 26,94 Euro. Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber schließt einen Börsengang der türkischen Enerjisa, an der der Energiekonzern zu 50 Prozent beteiligt ist, "mittelfristig nicht aus".

Uneinig waren sich die Anleger über die Bewertung der EVN-Titel. Diese gingen mit plus 0,13 Prozent auf 11,61 Euro gut behauptet aus dem Handel. Der Versorger bringt gemeinsam mit seinem Noch-Großaktionär Energie Baden-Württemberg (ENBW ) ein Aktienpaket auf den Wiener Markt. Dieses Paket setzt sich aus der EVN-Kapitalerhöhung und dem Ausstieg der ENBW zusammen. Die Spanne für den Emissionspreis wurde mit 10,50 bis 13,50 Euro je Aktie festgelegt.

Einen positiven Analystenkommentar gab es für Schoeller-Bleckmann (SBO). Das Kursziel für die Aktien des Ölfeldausrüsters wurde von Hauck & Aufhäuser von 44,00 auf 50,00 Euro nach oben revidiert. SBO-Titel schlossen mit minus 0,08 Prozent auf 48,85 Euro knapp behauptet.

Nach einem weiteren Analystenkommentar machte die österreichische Post auf sich aufmerksam. Die Wertpapierexperten der Unicredit haben die Einstufung der Post-Aktien mit "Buy" wieder aufgenommen. Als Kursziel legten diese 25,00 Euro fest. Post-Titel gingen mit einem Aufschlag von 1,39 Prozent auf 21,95 Euro aus dem Handel.

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