Marktbericht Österreich
Banken belasten ATX

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlichen Kursverlusten beendet. Der ATX fiel 52,97 Punkte oder 2,11 Prozent auf 2 452,56 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 66 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsens von 2 519 Punkten.

HB WIEN. Vor allem die Kursverluste bei den Bankwerten drückten auf das heimische Börsenbarometer. Das internationale Umfeld zeigte sich hingegen ohne klare Richtung.

Unter den Bankwerten rutschten Raiffeisen International in einem schwachen europäischen Sektor um 5,78 Prozent auf 39,95 Euro ab und Erste Group mussten ein Minus von 3,91 Prozent auf 26,29 Euro verbuchen. "Nach der Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria am Vortag belasteten nun auch noch Spekulationen um die Österreichischen Volksbanken den Sektor", sagte ein Händler mit Verweis auf Medienberichte.

Die ÖVAG selbst sieht keine Gefahr einer Verstaatlichung. Der Chef der Volksbank AG hat am Dienstag bestätigt, dass die Hereinnahme eines Partners "eine Option" ist. Keine Option ist für ihn hingegen der Staat. Auch eine Teilverstaatlichung ist für ihn kein Szenario. Die ÖVAG sei gut kapitalisiert und wolle sogar als erste österreichische Bank Staatshilfen zurückzahlen, sagte der ÖVAG-Chef.

Bwin gingen nach den jüngsten Gewinnen um 3,04 Prozent nach unten auf 40,88 Euro. Schwach zeigten sich auch Strabag mit einem Abschlag von 3,82 Prozent auf 20,15 Euro sowie Voestalpine , die um 2,55 Prozent auf 24,89 Euro verloren.

Unter den weiteren Indexschwergewichten büßten Telekom Austria 1,81 Prozent auf 9,74 Euro ein. OMV schwächten sich um 0,66 Prozent auf 28,41 Euro ab. Verbund schlossen 0,41 Prozent höher bei 29,42 Euro. Die Analysten von Merrill Lynch haben ihr Anlagevotum von "buy" auf "neutral" und das Kursziel von 38 auf 32 Euro gekürzt.

Die Aktien der Post zeigten sich mit plus 0,22 Prozent auf 18,18 Euro freundlich. Goldman Sachs hat die Einstufung von "buy" auf "neutral" und das Kursziel von 24 auf 22 Euro nach unten revidiert./ger

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