Marktbericht Österreich
Börse Wien: Indexschwergewichte klar fester

Die Wiener Börse hat am Dienstag an die deutlichen Vortagesgewinne anschließen können und die Sitzung bei hohem Volumen mit klaren Kursgewinnen beendet. Für Aufsehen sorgten die Kurssprünge bei den heimischen Blue-Chips in der Schluss-Auktion.

HB WIEN. Der ATX zog kräftig nach oben und und schloss um 142,59 Punkte oder 8,61 Prozent fester bei 1 797,86 Einheiten.

Nach weitgehend freundlichem Verlauf zogen einige Titel in einer außergewöhnlich lange dauernden Schluss-Auktion kräftig nach oben. Der ATX baute seine Gewinne in der sprichwörtlich letzten Handelsminute vorerst nachrichtenlos massiv von rund zwei auf deutlich über acht Prozent aus.

Vor allem die heimischen Indexschwergewichte fanden sich auf den Einkaufslisten der Investoren. Bei einigen Titeln wurde zu Handelsschluss bis zu ein Drittel des Tagesumsatzes gehandelt, hieß es von einem Marktteilnehmer. Ob es sich um "Bestens-Order" handelte oder ob Fonds am Werk waren, blieb vorerst offen. Andere Marktteilnehmer verwiesen auf mögliche Auswirkungen durch Umstellungen in den Msci-Indexfamilien.

Die Bankwerte zählten zu den größten Gewinnern. So schlossen Raiffeisen International um 10,83 Prozent fester bei 19,95 Euro und Erste Group Bank konnten einen Kursanstieg um 14,75 Prozent auf 17,50 Euro verbuchen.

Voestalpine gewannen 9,22 Prozent auf 15,88 Euro und OMV legten 10,24 Prozent auf 19,70 Euro zu. Telekom Austria konnten sich um 11,06 Prozent auf 11,25 Euro steigern.

Semperit konnten ihre jüngsten Abschläge wieder wettmachen und kletterten um 10,86 Prozent auf 16,74 Euro. Palfinger zählten mit einem Kursanstieg um 8,56 Prozent auf 11,79 Euro ebenfalls zu den größeren Gewinnern. Bei sehr hohem Volumen verloren Andritz hingegen 9,52 Prozent auf 15,96 Euro.

Immoeast Immobilien Anlagen rutschten um 25,00 Prozent auf 0,30 Euro ab. Immofinanz Immobilien Anl. mussten einen Kurseinbruch um 47,83 Prozent auf 0,36 Euro hinnehmen. Die Wirtschaftspolizei hat am Dienstag Durchsuchungen in Büros der Immofinanz und Immoeast sowie Constantia Bank durchgeführt. Im Zentrum stehe der Verdacht auf Bilanzfälschung bei der Constantia Bank, hieß es.

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