Marktbericht Österreich
Börse Wien mit schwachem Schluss

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der österreichische Leitindex ATX drehte im Späthandel im Sog der sehr schwachen US-Börsen deutlicher nach unten ab und schloss 1,16 Prozent tiefer bei 1 725,91 Einheiten.

HB WIEN. Der ATX startete schwächer in den Tag, konnte sich aber im weiteren Verlauf ins Plus vorarbeiten. Im Späthandel drehte der Leitindex dann wieder deutlich nach unten. Während der Bekanntgabe der Rettungspläne für den Bankensektor durch US-Finanzminister Timothy Geithner haben die US-Aktienmärkte ihre Verluste rasch ausgeweitet.

Auch die europäischen Bankwerte litten unter der Unsicherheit am Markt. Die Schweizer Großbank UBS hat heute zudem ihr schlechtestes Ergebnis ihrer Geschichte präsentiert. Erste Group rutschten deutlich um 10,12 Prozent auf 10,30 Euro ab und kosteten den Leitindex knapp 20 Punkte. Raiffeisen International konnten sich gegen den Sektor-Trend stemmen und schlossen 0,94 Prozent fester bei 16,15 Euro.

Unter den weiteren Indexschwergewichten gewannen die Aktien der Telekom Austria 1,87 Prozent auf 10,89 Euro. OMV verbesserten sich leicht um 0,22 Prozent auf 22,35 Euro. Voestalpine schlossen 0,69 Prozent schwächer bei 17,17 Euro.

Die Versorger zeigten sich uneinheitlich. So gaben Verbund-Austrian Hydro Power (AHP) um 0,44 Prozent auf 29,40 Euro nach. Die Aktien der EVN konnten mit plus 0,54 Prozent auf 13,07 Euro an die Vortagesgewinne anschließen.

Strabag gingen um 1,66 Prozent tiefer bei 13,66 Euro aus dem Handel. 2008 stieg die Bauleistung des Konzerns um 28 Prozent. Der Auftragsbestand wuchs um 23 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine leicht höhere Bauleistung. Brain Force kletterten nach Vorlage von Ergebnissen bei dünnen Umsätzen um 7,79 Prozent auf 1,66 Euro.

Schoeller-Bleckmann schlossen 0,58 Prozent leichter bei 24,15 Euro. Die Analysten der Unicredit haben die Kaufempfehlung für den Ölfeldausrüster beibehalten, das Kursziel jedoch von 44 auf 39 Euro nach unten revidiert.

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