Marktbericht Österreich
Börse Wien rettet sich ins Plus

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 11,06 Punkte oder 0,40 Prozent auf 2 767,76 Einheiten. Nach einem Kurseinbruch mit Verlusten von mehr als fünf Prozent im ATX konnte sich der Markt im Tagesverlauf in die Pluszone vorarbeiten.

HB WIEN. Auch andere Börsen hatten in Reaktion auf das Scheitern einer Einigung auf das US-Bankenrettungspaket zunächst stark verloren, erholten sich aber im Tagesverlauf. Nach dem ersten Schock dürfte sich am Markt die Hoffnung auf eine baldige Einigung auf das Rettungspaket der US-Regierung für die Finanzbranche durchgesetzt haben.

Positiv wurde auch gewertet, dass die Umsätze am Wiener Markt im Vergleich zu den vergangenen Tagen wieder angezogen haben. Ausgestanden ist die Krise an der Börse aber nach Einschätzung von Händlern noch nicht. "Von Beruhigung kann keine Rede sein. Es braucht nur eine neue Bank ins Gerede kommen und wir haben wieder einen blutigen Tag", sagte ein Aktienhändler. Vergleichbare Börsenturbulenzen habe es seit Jahrzehnten nicht gegeben, "die Auswirkungen auf die Realwirtschaft werden bald zu spüren sein", so der Händler.

Am Dienstag gab es nach den jüngsten Kurseinbrüchen vorerst eine Atempause. Viele Blue Chips konnten sich von ihren jüngsten Kurseinbrüchen erholen. Besonders stark gesucht waren Voestalpine und Verbund .

Voestalpine stiegen um 8,16 Prozent auf 21,75 Euro (1 699 588 gehandelte Stück). Händler sprachen von einer Gegenreaktion auf die jüngst besonders starken Verluste der Aktie. Neben der Finanzkrise dürfte Marktkreisen zufolge auch der Ausstieg von zwei US-Fondshäusern in großem Umfang belastet haben. Nun dürfte eine Gegenreaktion einsetzen.

"Das Makroumfeld für die Voestalpine hat sich natürlich verschlechtert, aber die Reaktion an der Börse war übertrieben", sagte der RCB-Analyst Klaus Küng. Bei einer Investorenkonferenz in der vergangenen Woche dürfte das Unternehmen zudem neue Investoren gewonnen haben, vermutet der Analyst. Eindeckungen von Leerverkäufen könnten die Erholung noch beschleunigt haben, glauben Händler.

Verbund stiegen bei ebenfalls hohem Volumen um 6,28 Prozent auf 43,15 Euro . Wienerberger legten 4,29 Prozent auf 18,98 Euro zu . Stark nach unten ging es hingegen erneut mit den Bankenwerten. Erste Group fielen um 2,13 Prozent auf 34,45 Euro . Raiffeisen International verloren 2,40 Prozent auf 49,97 Euro . Die Analysten der UBS haben zuletzt ihre Empfehlung für die Aktie von 122 auf 100 Euro gekürzt und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.

Tagesverlierer im prime market waren BWT (minus 12,63 Prozent auf 16,95 Euro) und die Aktien des BWT-Spinoffs Christ Water (minus 22,50 Prozent auf 3,10 Euro). größter Gewinner waren AT & S mit einem Kursplus von 9,84 Prozent auf 7,70 Euro.

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