Marktbericht Österreich: Börse Wien schließt schwächer

Marktbericht Österreich
Börse Wien schließt schwächer

Gemeinsam mit einem schwachen europäischen Umfeld hat die Wiener Börse die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 38,39 Punkte oder 2,15 Prozent auf 1 751,26 Einheiten.

HB WIEN. Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee hatten Europas Börsen bereits mit Verlusten eröffnet. Auch im weiteren Tagesverlauf hat sich die Stimmung an den Märkten nicht aufgehellt, und die Börsen gingen geschlossen mit Abschlägen aus dem Handel.

An der Wiener Börse blieb die Meldungslage relativ dünn. Für Handelsimpulse sorgten bei einigen Titeln jedoch aktuelle Bewertungen der Analysten.

In einem schwachen europäischen Sektor zählten auch in Wien die Finanzwerte zu den größten Verlierern. Raiffeisen International gaben um 7,31 Prozent auf 17,24 Euro nach. Die Aktien des Mitbewerbers Erste Group Bank ermäßigten sich um 4,11 Prozent auf 14,00 Euro. Zur Begründung verwies ein Händler auf die europaweiten Verluste der Bankwerte. Nach Spekulationen um einen milliardenschweren operativen Verlust im vergangenen Quartal waren die Citigroup-Aktien am Vorabend um 14 Prozent an der Wall Street eingebrochen.

Negative Nachrichten aus den USA belasteten ebenfalls die europäischen Stahlwerte. Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat im vergangenen Quartal ein unerwartet hohes Minus von 1,19 Mrd. Dollar erwirtschaftet. An der Wiener Börse verloren die Voestalpine-Aktien 3,69 Prozent auf 15,90 Euro.

Unter den heimischen Schwergewichten konnten einzig die OMV-Werte im positiven Terrain schließen. Der Kurs stieg um 0,05 Prozent auf 19,60 Euro. Die Analysten der Citigroup haben ihr Anlagevotum von "hold" auf "buy" angehoben. Als Kursziel für die OMV-Anteile nennen sie einen Wert von 26 Euro nach 28 Euro.

Mit einem Abschlag von 5,44 Prozent auf 31,30 Euro zählten Verbund ebenfalls zu den Kursverlierern. Die Experten von Kepler Equities haben die Aktie des heimischen Versorgers von "buy" auf "reduce" abgestuft. Das Kursziel kappten die Kepler-Analysten von 50,00 auf 29,00 Euro.

Gegen den negativen Trend konnte sich vor allem die Immobilienwerte der Immofinanz Immobilien Anl. und der Immoeast Immobilien Anlagen , aber auch die Pharmawerte von Intercell , erfolgreich behaupten. Immofinanz stiegen um 7,69 Prozent auf 0,70 Euro und Immoeast gewannen 6,10 Prozent auf 0,87 Euro. Merrill Lynch hat beide Titel von "Underperform" auf "Neutral" hinauf gestuft.

Ebenfalls nach einem positiven Analystenkommentar schlossen Intercell mit einem Aufschlag von 6,53 Prozent auf 25,62 Euro . Die Experten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien des Impfstoffspezialisten von 40,50 auf 39,50 Euro gesenkt, das Anlagevotum "buy" hingegen bestätigt.

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