Marktbericht Österreich
Börse Wien schließt tiefrot

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei hohem Volumen mit einem Kurseinbruch beendet. Der ATX sackte in einem sehr schwachen internationalen Umfeld um 8,62 Prozent auf 1 480,05 Einheiten ab. "Die Krise verschärft sich. Derzeit dominiert die Sorge um Osteuropa", kommentierte ein Händler den Kursrutsch.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei hohem Volumen mit einem Kurseinbruch beendet. Der ATX sackte in einem sehr schwachen internationalen Umfeld um 8,62 Prozent auf 1 480,05 Einheiten ab. "Die Krise verschärft sich. Derzeit dominiert die Sorge um Osteuropa", kommentierte ein Händler den Kursrutsch. Vor allem Finanzwerte standen erneut unter enormem Abgabedruck. Die Abschläge erfolgten jedoch auf breiter Front und waren von gestiegenen Umsätzen begleitet. "Alles was irgendwie mit dem CEE-Raum zu tun hat, wird heute geprügelt", meinte ein Marktteilnehmer.

Die Aktien der Erste Group brachen um 18,13 Prozent auf 7,00 Euro ein, und Raiffeisen International rutschten um 13,51 Prozent auf 13,00 Euro ab. Neben dem sehr schwachen Umfeld verwiesen Marktteilnehmer zur Begründung auch auf eine aktuelle Untersuchung von Moody"s, wonach die aktivsten Bankgruppen in Osteuropa infolge des Abwertungsdrucks ihrer Osttöchter besonders von Abstufungen bedroht seien. Vienna Insurance Group mussten ebenfalls deutlich Federn lassen und schlossen 17,91 Prozent tiefer bei 17,00 Euro. Noch schlimmer erwischte es Immofinanz mit einem Abschlag von 20,00 Prozent auf 0,64 Euro. Auch Wienerberger kamen wieder unter die Räder und stürzten um 12,31 Prozent auf 7,55 Euro ab.

Die weiteren Indexschwergewichte hatten ebenfalls sehr klare Kursverluste zu verbuchen. OMV-Titel schmierten 6,21 Prozent auf 20,40 Euro ab. Voestalpine büßten 7,84 Prozent auf 14,93 Euro ein und Telekom Austria hatten ein Minus von 7,98 Prozent auf 10,15 Euro zu verdauen. Stark unter Druck gerieten auch Aktien der Flugbranche. AUA sackten nach Vorlage schlechter Verkehrsergebnisse um 10,65 Prozent auf 3,02 Euro ab. Flughafen Wien mussten ein Minus von 9,64 Prozent auf 25,39 Euro hinnehmen.

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