Marktbericht Österreich
Börsen Wien schließt schwach

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei eher geringem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 2,06 Prozent auf 1 787,66 Punkte. Vom Handelsbeginn an zeigte sich der Wiener Aktienmarkt klar in der Verlustzone.

HB WIEN. Bereits die Vorgaben aus den USA und Asien verdarben die Stimmung, und Spekulationen um weitere Probleme im US-Bankensektor heizten diese ebenso weiter an wie die Sorgen wegen der möglichen Ausbreitung der Schweinegrippe.

Zyklische Werte wie Schoeller-Bleckmann , RHI und Voestalpine gerieten unter Druck. Voestalpine-Titel fielen um 4,72 Prozent auf 14,14 Euro an Wert, RHI um 3,93 Prozent auf 27,61 Euro und Schoeller-Bleckmann um 5,57 Prozent auf 21,35 Euro.

Ergebnisse vermeldete der Verbund , die einem Händler zufolge "leicht unter den Erwartungen" ausgefallen sind. Die Aktien reagierten mit einem Abschlag von 1,30 Prozent auf 28,10 Euro. Unter den übrigen Schwergewichten gaben OMV mit dem Ölpreis um 1,89 Prozent auf 23,39 Euro nach. Bei den Banken belasteten Medienberichte zu den US-Banken Citigroup und Bank of America, die weiteren Kapitalbedarf haben könnten. Erste Group fielen um 3,76 Prozent auf 15,11 Euro und Raiffeisen International um 1,02 Prozent auf 24,30 Euro.

Auffällig deutlich in der Verlustzone schlossen die Anteile des Flughafen Wien , die um 9,16 Prozent auf 22,80 Euro nachgaben. Angesichts des Dividendenabschlags von 2,60 Euro relativierte sich der Abschlag jedoch.

Eine Fülle an Analystenkommentaren konnte den Handel kaum beleben. Telekom Austria verloren 0,97 Prozent auf 10,25 Euro, nachdem die Analysten von Exane BNP Paribas ihre Anlageempfehlung für die Telekom-Anteile von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt hatten.

Als Tagessieger beendeten Christ Water Technology (CWT) den Handel mit einem Kursplus von 9,48 Prozent auf 1,27 Euro. Hier gab es eine Hochstufung von "Sell" auf "Buy" durch die Erste Group. Zudem erhöhten die Experten ihr Kursziel von 1,20 auf 2,00 Euro. CWT-Papiere stiegen gegen den Trend um 2,59 Prozent auf 1,19 Euro. Die HSBC senkte das Kursziel für Strabag-Anteile von 12,00 auf 11,50 Euro und belässt die Anlageempfehlung unverändert bei "underweight". Strabag verbesserten sich leicht um 0,13 Prozent auf 15,75 Euro.

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