Marktbericht Österreich
Schwache Wall-Street-Tendenz belastet Wiener Börse

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei dünnem Volumen mit etwas leichteren Notierungen beendet. Der ATX drehte nach einer freundlichen Tendenz über weite Strecken des Handelstages im Späthandel ins Minus und endete 0,07 Prozent tiefer bei 2 699,58 Einheiten.

HB WIEN. Für die negativen Vorzeichen am heimischen Markt machten Experten die Eröffnungsverluste an der Wall Street verantwortlich. Mit neuen Nachrichten standen die Versorgeraktien im Blickfeld der Anleger und gleichzeitig unter Verkaufsdruck. Verbund sanken um 2,02 Prozent auf 28,86 Euro, nachdem der gemeldete Rückgang des Nettogewinns des führenden heimischen Stromversorgers im Rahmen der Erwartungen ausgefallen war. Bei der Präsentation der 9-Monatszahlen wurde nach Händleraussagen vor allem der Ausblick negativ aufgenommenen.

Noch tiefer im Minus standen zum Sitzungsende die Titel des niederösterreichischen Stromversorgers EVN. Die Aktien kosten bei der Kapitalerhöhung 11,00 Euro pro Stück, wurde kurz vor Handelsende bekannt. EVN-Papiere verloren 3,58 Prozent auf 11,46 Euro. Strabag verabschiedeten sich mit einem Abschlag von 1,54 Prozent auf 18,52 Euro aus dem Handelstag. Im Finanzbereich gingen Erste Group um 0,32 Prozent auf 32,90 Euro zurück.

Conwert schlossen um 0,42 Prozent befestigt bei 10,70 Euro. Vorstandschef Johann Kowar wird per Ende 2010 auf eigenen Wunsch das Immobilienunternehmen verlassen. Unter einer schwachen Branchenstimmung litten Voestalpine . Die Titel des Stahlwertes sanken ungeachtet einer positiven Analysteneinschätzung um 1,03 Prozent auf 29,35 Euro.

A-Tec schossen im Segment standard market continuous um 39,95 Prozent auf 3,85 Euro hoch. Nach dem Gläubigerausschuss am Mittwochabend für die in die Pleite geschlitterte A-TEC Industries gebe es für den Mischkonzern wieder Hoffnung auf eine Sanierung, hieß es.

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