Marktbericht Österreich
Tiefroter Wochenstart für Börse Wien

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit deutlichen Kursverlusten beendet. Der Leitindex ATX weitete seine Abschläge im Späthandel noch aus und schloss 64,21 Punkte oder 4,33 Prozent tiefer bei 1 417,46 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit deutlichen Kursverlusten beendet. Der Leitindex ATX weitete seine Abschläge im Späthandel noch aus und schloss 64,21 Punkte oder 4,33 Prozent tiefer bei 1 417,46 Einheiten.

Der ATX startete so wie das internationale Börsenumfeld mit klaren Kursverlusten in den März. Sehr schwache Vorgaben aus Asien und die negative Tendenz an der Wall Street sorgten so wie anhaltend schlechte Unternehmensnachrichten für Abgabedruck.

So braucht die britische HSBC nach einem Gewinneinbruch frisches Kapital in Höhe von 12,5 Mrd. Pfund. Zudem hat die Finanzkrise mit einem Rekordverlust von fast 100 Mrd. Dollar bei dem schwer angeschlagenen US-Versicherer AIG einen neuen Höhepunkt erreicht.

In Wien zählten die Aktien der OMV mit einem Abschlag von 6,71 Prozent auf 19,45 Euro zu den größten Verlierern. Marktteilnehmer begründeten die Kursverluste mit dem schwachen europäischen Sektor und dem deutlichen Preisrückgang beim Rohöl.

Unter den Finanzwerten mussten Erste Group ein Minus von 5,48 Prozent auf 7,25 Euro hinnehmen. Die Criteria Caixacorp hat heute bekanntgegeben, dass sie im Vorjahr 4,9 Prozent der Erste Group erworben hat. Die spanische Sparkasse plant ihren Anteil auf bis zu zehn Prozent aufzustocken.

Zudem gab es eine Reihe an Analystenkommentaren zur Erste Group. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel von 14 auf 9,00 Euro gekürzt. Exane BNP Paribas senkt das Kursziel von 13 auf 9,00 Euro und Morgan Stanley drittelt das Kursziel von bisher 21,10 auf 7,00 Euro.

Das Kursziel für Raiffeisen International (RI) hat Morgan Stanley von 23,4 auf 9,20 Euro gekappt. RI-Aktien schlossen um 1,93 Prozent tiefer bei 14,70 Euro. Die Ukraine-Tochter der RI bekommt von der Raiffeisen Zentralbank eine Kapitalspritze von 160 Mill. Dollar, wurde ferner bekannt.

Telekom Austria büßten 3,00 Prozent auf 10,04 Euro ein. Boris Nemsic tritt mit 31. März als Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group und der Mobilkom Austria zurück. Der Aufsichtsrat soll in Kürze einen Nachfolger bestellen. Die Analysten von Sal. Oppenheim haben ihre Einstufung "buy" sowie den fairen Wert von 17,00 Euro für die TA-Aktien bestätigt.

Die Titel der Voestalpine verloren 6,35 Prozent auf 11,50 Euro. Eine Ausstiegsklausel ließ die bereits fixierte Veräußerung der Polynorm-Kunststoffsparte noch platzen, wurde bekannt. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Anlagevotum von "buy" auf hold" und das Kursziel von 27,60 auf 15,00 Euro nach unten revidiert.

Intercell sanken nach Vorlage von Ergebnissen um 6,20 Prozent auf 21,65 Euro. Sal. Oppenheim hat nach den veröffentlichten Jahresergebnissen ihre Kaufempfehlung "buy" für die Titel bestätigt.

Immofinanz und Immoeast werden nun doch zusammengeführt, indem die Immofinanz ihr Österreich-Portfolio der Immoeast verkauft, womit eine interne Anleihe der Ost-Tochter an die bisherige Konzernmutter getilgt wird. Immoeast gewannen 6,17 Prozent auf 0,86 Euro und Immofinanz legten 5,13 Prozent auf 0,82 Euro zu.

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