Marktbericht Österreich
Voerstalpine ziehen Wiener Index ATX nach unten

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit deutlichen Abschlägen beendet. Der ATX fiel um 1,34 Prozent auf 4 427,15 Einheiten. Das Papier von Meinl European Land fiel erstmals unter 9 Euro.

dpa-afx/apa WIEN. Belastet wurde der ATX vor allem von den kräftigen Verlusten des Indexschwergewichts Voestalpine. Die Aktie des Stahlherstellers büßte 3,74 Prozent auf 56,70 Euro ein. Als konjunktursensitive Aktie habe die Voestalpine besonders unter den jüngsten Konjunkturängsten in den USA gelitten, hieß es am Markt. "Die Voestalpine wird immer noch vom Markt als konjunktursensitiver Wert gesehen, obwohl sie viel zyklusunabhängiger ist als andere Titel. Insofern ist die Reaktion übertrieben", sagte der RCB-Analyst Klaus Küng.

Belastend wirkte Marktteilnehmern zufolge zudem die Unsicherheit um die anstehende Übernahme der Böhler-Uddeholm und die Finanzierung des Deals. "Die allgemeine Unsicherheit an den Finanzmärkten führt dazu, dass der Markt vornehmlich jene Titel prügelt, die am Kapitalmarkt Geld aufnehmen müssen. Da ist die Voestalpine mit der geplanten Böhler-Übernahme ein willkommenes Ziel", hieß es am Markt.

Auch Wienerberger litten Händlern zufolge unter den jüngsten Konjunkturängsten und fielen um 3,07 Prozent auf 47,69 Euro. Vor allem die überraschend schlechten US-Arbeitsmarktdaten von vergangenem Freitag hatten Ängste vor einer möglicherweise drohenden Rezession in den USA geschürt.

Deutlich unter die Räder kamen einmal mehr Meinl European Land und büßten 9,04 Prozent auf 8,96 Euro ein. Viele Investoren dürften vor einem etwaigen Neuengagement in dem Papier erst die Ergebnisse der Prüfung der Finanzmarktaufsicht abwarten, meinte ein Aktienhändler. Die österreichische Aufsichtsbehörde hatte zuletzt ihre Ermittlungen ausgedehnt. Riesige Aktienrückkäufe des Immobilienunternehmens hatten in den vergangenen Wochen eine Vertrauenskrise und einen Kurssturz des Papiers nach sich gezogen.

Zu den weiteren Tagesverlierern am Montag zählten Austrian Airlines Group (AUA) mit einem Minus von 4,20 Prozent auf 7,52 Euro. Immofinanz fielen um 3,02 Prozent auf 8,34 Euro. Erste Bank büßten bei höherem Volumen 1,79 Prozent auf 51,56 Euro ein. An der Spitze der wenigen Gewinner im prime market fanden sich CA Immo International mit einem Kursplus von 2,15 Prozent auf 13,29 Euro. Gesucht waren auch Flughafen Wien . Die Papier stiegen um 0,90 Prozent auf 72,65 Euro.

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