Marktbericht Österreich
Wien: ATX rutscht ab

Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 88,94 Punkte oder 2,34 Prozent auf 3 713,23 Einheiten.

HB WIEN. „Wie gewonnen, so zerronnen“, kommentierte ein Marktteilnehmer die deutlichen Kursverluste. Der Leitindex büßte seine am Montag erzielten Kursgewinne wieder ein.

Nach äußerst schwachem Beginn sorgte ein weiterer Rückgang beim Ölpreis sowie eine Aussage von US-Notenbankchef Bernanke für etwas Entspannung an den Märkten. Die im Zuge der Finanzkrise neu geschaffenen Liquiditätshilfen der US-Notenbank könnten nach Worten ihres Vorsitzenden bis ins Jahr 2009 verlängert werden. Nach einem neuerlichen Tiefpunkt konnte der ATX im Späthandel seine Abschläge etwas eingrenzen.

Die heimischen Bankwerte litten unter den schwachen Vorgaben ihrer US-Branchenkollegen. Am Vorabend hatten die US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae deutliche Kurseinbrüche hinnehmen müssen. In Wien büßten Erste Bank 1,97 Prozent auf 38,27 Euro (1 760 985 Stück) ein und Raiffeisen International schlossen um 1,63 Prozent tiefer bei 78,70 Euro.

Stark unter Druck standen die Aktien von Wienerberger mit minus 7,12 Prozent auf 22,30 Euro. Händler verwiesen hier auf einen klar negativen europäischen Sektor sowie auf einen neuen Analystenkommentar. Die Experten von Collins Stewart hatten die Bewertung des Baustoffkonzerns mit "sell" neu aufgenommen.

Vor dem Hintergrund des neuerlich gesunkenen Rohölpreises verloren OMV 4,45 Prozent auf 46,82 Euro. Unter den weiteren Indexschwergewichten verbesserten sich Telekom Austria gegen den Trend geringfügig um 0,07 Prozent auf 14,41 Euro. Die Analysten von Sal. Oppenheim hatten die Kaufempfehlung sowie den fairen Wert von 19,50 Euro bestätigt.

Voestalpine gaben um 1,35 Prozent auf 43,20 Euro nach. HSBC hatte das Anlagevotum für den Stahlkonzern von "neutral" auf "overweight" und das Kursziel von 49 auf 65 Euro nach oben gesetzt. A-TEC Industries führten die Verliererliste mit einem Kursrutsch um 8,19 Prozent auf 47,39 Euro an. Bei den Versorgern verbilligten sich Verbund um 3,38 Prozent auf 53,13 Euro.

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