Marktbericht Osteruopa
Kursverluste von Warschau bis Budapest

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag mit Kursverlusten ins Wochenende gegangen. Die Börse in Warschau verbuchte das größte Minus, Prag büßte am wenigsten ein.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag mit Kursverlusten ins Wochenende gegangen. Die Börse in Warschau verbuchte das größte Minus, Prag büßte am wenigsten ein. Tpsa/TVN MIT Kooperation IN Polen IM Fokus In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,85 Prozent auf 2 654,25 Punkte, der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,59 Prozent auf 45 806,33 Zähler. Von Unternehmensseite vermeldeten Tpsa/TVN ein Rahmenwerk für eine Kooperation in den Bereichen pay-TV, Breitband, Video, Technologie und Marketing, hoben Börsianer hervor. Die Analysten von KBC Securities sehen eine positive Entwicklung für beide Unternehmen. Aktuell bewerten die Experten die Tpsa-Titel mit "Hold" und einem Fairen Wert von 17,70 Zloty.

Die Aktie des Telekomunternehmens Telekomunikacja Polska schlossen mit einem Kursverlust von 1,64 Prozent auf 18,0 Zloty. TVN-Papiere befestigten sich hingegen um 2,34 Prozent auf 18,83 Zloty. Polnische Kleinanleger müssen für eine Aktie der Warschauer Börse GPW maximal 43 Zloty (11 Euro) bezahlen. Allerdings behalte sich die Regierung vor, den Preis nach Ablauf der Zeichnungsfrist noch zu senken, erklärte Schatzminister Aleksander Grad. Demnach schätze die Regierung den Wert der Börse insgesamt auf 1,8 Mrd. Zloty oder 461 Mill. Euro und erwarte Einnahmen von bis zu 1,15 Mrd. Zloty bzw. 294 Mill. Euro, rechneten Beobachter aus. Der polnische Aktienmarktindex WIG 20 konnte laut Analysten von Raiffeisen Research in den vergangenen Monaten erneut von der auf internationaler Basis recht positiven Stimmung profitieren und den Zuwachs seit Jahresbeginn auf 12,7 Prozent ausweiten. Zu verdanken war dies nach Einschätzung der Raiffeisen-Experten vor allem dem Bankensektor sowie dem Kupferhersteller Kghm Polska Miedz.

In Budapest verlor der Leitindex Bux 0,36 Prozent auf 23 415,07 Zähler. Von Unternehmensseite hätten fast keine Nachrichten vorgelegen, sagten Börsianer. Schwach zeigten sich unter den ungarischen Schwergewichten Magyar Olay es Gazipari (Mol) (minus 1,34 Prozent auf 20 600 Forint) und Magyar Telekom (minus 1,80 Prozent auf 600 Forint.) Im Finanzbereich befestigten sich hingegen FHB Land Credit & Mortgage Bank um 0,16 Prozent auf 1 182 Forint. OTP Bank verbuchten einen Kursgewinn von 0,61 Prozent auf 5 755 Forint. Das ungarische Aktienmarktbarometer konnte von der zuletzt wieder aufgehellteren Stimmung an den etablierten Börsen deutlich profitieren und notiert somit seit Jahresbeginn mit 11,4 Prozent komfortabel im positiven Terrain, schreiben die Analysten von Raiffeisen Research. Für die kurzfristige Entwicklung des BUX bleiben die RZB-Analysten vorerst jedoch weiterhin vorsichtig, da die externen Vorgaben der etablierten Börsen nach wie vor maßgeblich den Kursverlauf in Ungarn beeinflussen sollten.

In Prag verlor der Leitindex PX 0,02 Prozent auf 1 142,10 Punkte. CEZ fielen um 0,97 Prozent auf 769,50 Kronen. Das größte tschechische Energieunternehmen plant keine Anteilsverkäufe in Polen und Bulgarien, wurde Unternehmenschef Mlada Fronta Dnes in Medien zitiert. Unipetrol gingen 0,05 Prozent tiefer bei 201,0 Kronen ins Wochenende. Die Auslastung der Raffinerie Ceska Rafinerska lag in den ersten neun Monaten um fünf Prozent unter den Erwartungen. Belastend hätten nach Aussagen des CEO Ivan Souces eine schwache wirtschaftliche Entwicklung und höhere Steuern auf Benzin. Die Experten von KBC Securities bewerten die Titel mit "Sell" und einem fairen Wert von 181,0 Kronen. Verschieden Vorzeichen wiesen die Bankentitel auf. Erste Group konnten sich um 0,36 Prozent auf 781,80 Kronen verbessern. Komercni Banka verbuchten hingegen einen Kursverlust von 0,94 Prozent auf 3 913,0 Kronen. Von Analystenseite meldeten sich die Experten von der RZB Group zur Prager Börse. Der tschechische PX musste nach Formulierung der Raiffeisen Research-Epxerten seit dem Start des zweiten Halbjahres seiner defensiven Ausrichtung Tribut zollen und konnte in dem zuletzt stark prozyklischen Aktienmarktumfeld nur 4,4 Prozent hinzugewinnen, wohingegen Vergleichsindizes wie BUX (+12,3 %) oder WIG 20 (+18,6 %) im gleichen Zeitraum deutlich hinzugewannen.

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