Marktbericht Osteuropa: Börsen schließen uneinheitlich

Marktbericht Osteuropa
Börsen schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während Prag und Budapest belastet von einem verhaltenen internationalen Umfeld mit Verlusten aus dem Handel gingen, konnte sich Warschau über Gewinne freuen.
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Warschau/Prag/BudapestIn Prag gab der PX um 0,11 Prozent auf 1229,30 Punkte ab. Die geopolitischen Instabilitäten in Nordafrika und dem Nahen Osten belasteten den Aktienmarkt. Der Ölpreis, der sich auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren befindet, setzte vor allem der Luftverkehrsbranche kräftig zu.

Etwas abgeschlagen präsentierten sich Aktien von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) mit minus 0,91 Prozent bei 797,70 Tschechischen Kronen, obwohl sich Analysten positiv zu CEZ geäußert hatten. Die Experten der Citigroup hatten das Kursziel für die Titel des Energieunternehmens von 815 auf 820 Kronen angehoben und das Anlagevotum "hold" beibehalten. Auch die Analysten von Goldman Sachs hatten CEZ-Anteilsscheine auf "neutral" belassen. Das Kursziel war von von 973,90 auf 976,20 Kronen nach oben gesetzt worden.

Mit Kursverlusten von 1,02 Prozent bei 271,30 Kronen gingen die Titel des Bergbauunternehmens NWR aus dem Handel. Und auch Orco schafften es an diesem Handelstag nicht in die Gewinnzone und schlossen mit minus 0,40 Prozent bei 198,70 Kronen. Als eines der Schlusslichter des PX gingen Vienna Insurance Group mit einem Minus von 1,18 Prozent bei 1006,00 Kronen aus dem Handel und belasteten damit den Index.

In einem Branchenvergleich zeigten sich Bankentitel, im Gegensatz zu ihren westeuropäischen Kollegen, etwas freundlicher. Komercni Banka gingen mit einem Plus von 0,35 Prozent bei 4.285 Kronen aus dem Handel. Ebenfalls mit Kursgewinnen zeigten sich Erste Group , die mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 912,00 Kronen schlossen.

AAA Auto Group legten um 0,45 Prozent auf 24,33 Kronen zu. Der größte Gebrauchtwagenhändler in Zentraleuropa hatte bekannt gegeben, dass der Vorstand die den geplanten Eintritt in den russischen Markt genehmigt hat.

In Budapest verlor der Bux 0,49 Prozent auf 22.626,71 Zähler. Neben den geopolitischen Instabilitäten in Nordafrika und dem Nahen Osten und einem Ölpreis, der sich auf seinem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren befindet, dominierte an der Budapester Börse eine weitere Entwicklung Die ungarische Regierung hatte angekündigt, die umstrittene Banken-Sondersteuer um ein Jahr zu verlängern. Ursprünglich hätte die 2010 eingeführte Krisensteuer 2012 halbiert werden sollen - in dem am Vortag präsentierten "Kalman-Szell"-Reformpaket waren jedoch auch für 2012 Einnahmen von 180 Mrd. Ungarischen Forint (664 Mill. Euro) aus dieser Steuer angenommen worden.

Die Banken hätten damit gerechnet, dass sich die außerordentliche Steuerbelastung bereits 2012 auf EU-Niveau reduzieren werde, hieß es am Markt. Unter der Last der Bankensteuer könne die Branche den Kreditbedarf der ungarischen Wirtschaft nicht decken. OTP Bank gingen mit einem Minus von 0,82 Prozent bei 5 632 Forint aus dem Handel. Die Analysten von KBC Securities hatten die Ankündigung als "negativ" gewertet und die daraus resultierende Unsicherheit betont.

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