Marktbericht Osteuropa
Budapest abermals mit Verlusten

In einem schwächelnden europäischen Umfeld haben die wichtigsten osteuropäischen Börsen am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während die Notierungen in Warschau deutlich und in Prag zumindest moderat zulegten, ging es am Budapester Aktienmarkt wie schon am Vortag nach unten.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In einem schwächelnden europäischen Umfeld haben die wichtigsten osteuropäischen Börsen am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während die Notierungen in Warschau deutlich und in Prag zumindest moderat zulegten, ging es am Budapester Aktienmarkt wie schon am Vortag nach unten.

Bankenwerte Nach RCB-Branchenstudie IM Fokus

Die Aktienbörse in Warschau beendete den Handel auf dem höchsten Stand seit fünf Monaten. Der Leitindex Wig-20 stieg um 1,36 Prozent auf 2 589,73 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index schloss mit einem Aufschlag von 1,12 Prozent bei 44 848,46 Punkten. Das Volumen belief sich auf 2,34 (Vortag: 1,26) Mrd. Zloty.

Die Wertpapieranalysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben in ihrer jüngsten Sektorstudie zum zentral- und osteuropäischen Bankensektor die polnischen Finanzinstitute mit positiven Kommentaren bedacht. Für die Bank Pekao haben die RCB-Experten die Ergebnisprognosen leicht angehoben und die neutrale Anlageempfehlung "Hold" bestätigt. Die jüngsten Quartalsergebnisse bei der PKO Bank bewerten die Spezialisten als sehr positiv und haben das Kursziel bei einer Kaufempfehlung von 45 auf 49 Zloty angehoben. Pekao-Aktien gingen mit einem Plus von 1,6 Prozent bei 163,50 Zloty aus dem Handel, PKO stiegen um 1,0 Prozent auf 41,90 Zloty.

Einen positiven Ergebnisausblick auf das laufende Jahr hat der Lebensmittel- und Haushaltswarenkonzern Emperia Holding ausgegeben. Das Unternehmen erwartet für 2010 einen Nettogewinn von 89 Mill. Zloty bei Umsätzen von sechs Mrd. Zloty. Gleichzeitig verspricht Emperia eine Dividendenausschüttung von 2,37 Zloty je Aktie, die im Jahr 2011 auf 3,56 Zloty und 2012 gar auf 4,56 Zloty steigen soll. Die Emperia-Aktien schlossen 0,10 Prozent fester bei 103 Zloty.

Der polnische Ölkonzern Petrolinvest hat einen vorläufigen Vertrag unterschrieben, 50 Prozent der Anteile am russischen Ölunternehmen Bogorodskneft zu erwerben. Der Preis für das Aktienpaket wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Wertpapiere der in Kasachstan nach Öl bohrenden Petrolinvest verloren 0,91 Prozent auf 12,02 Zloty.

Werksschliessung Belastet Prager Unipetrol-Aktie

In Prag ging es für den Leitindex PX um 0,37 Prozent auf 1 137,6 Punkte nach oben. Das Handelsvolumen belief sich auf 0,91 (Vortag: 1,54) Mrd. tschechische Kronen.

Die RCB-Branchenstudie zu den osteuropäischen Bankenwerten rückte auch in Prag die Aktien der Geldinstitute in den Blickpunkt der Anleger. Die Analysten haben das Kursziel für die Titel der Komercni Banka von 3 900 auf 4 300 Kronen nach oben revidiert und gleichzeitig die Ergebnisprognosen angehoben. Die Titel reagierten mit einem Kursplus von 1,59 Prozent auf 3 900 Kronen. Erste Group Bank stiegen um 1,57 Prozent auf 718,10 Kronen.

Unipetrol-Anteile rutschten indes um 2,29 Prozent auf 213,0 Kronen ab. Der größte tschechische Ölkonzern muss eine Produktionseinheit drei Wochen früher als geplant für Reparaturarbeiten stilllegen. Die Arbeiten sollen die Effizienz des Werkes in Litvinov erhöhen, sorgen jedoch für eine Arbeitsaussetzung von voraussichtlich zwei Wochen. Ursprünglich sollte die Einheit erst im Oktober geschlossen werden.

MOL und Gedeon Richter Unter Verlierern IN Budapest

Die Budapester Börse ging am Dienstag mit Kursverlusten aus dem Handel. Der ungarische Leitindex Bux verlor 0,88 Prozent auf 22 851,68 Punkte. Der Umsatz betrug 21,3 (Vortag: 7,17) Mrd. Forint.

In den Fokus gerieten die Aktien der Großbank OTP Bank , die 1,21 Prozent auf 4 905 Forint einbüßten. Die RCB-Wertpapieranalysten haben das Kursziel für OTP im Rahmen der genannten Branchenstudie von 6 032 auf 5 633 Forint gesenkt. Die Anlageempfehlung "Hold" wurde beibehalten. Die Experten verweisen auf den stark gestiegenen Schweizer Franken als Belastungsfaktor. Die OTP Bank begibt rund 25 Prozent ihrer Kredite am heimischen Markt in Franken.

Unter den restlichen Schwergewichten standen die Anteile des Ölkonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) unter Druck und verloren 1,07 Prozent auf 21 095 Forint. Auch Magyar Telekom mit einem Minus 1,02 Prozent auf 676 Forint und Richter Gedeon , die 0,41 Prozent auf 48 100 Forint verloren, wurden von den Investoren gemieden.

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