Marktbericht Osteuropa
Budapest schließt mit Gewinnen, Verluste in Prag

Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Mittwoch mit unterschiedlichen Vorzeichen aus dem Handel gegangen. Während in Warschau keine klaren Entwicklungen zu verzeichnen waren, schloss die Börse in Budapest im Plus. Entgegen der überwiegend freundlichen Tendenz an den weltweiten Aktienmärkten gab es in Prag jedoch Verluste.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börse in Warschau ist ohne eine klare Tendenz aus dem Handel gegangen. Der Leitindex WIG-20 sank zwar um 0,40 Prozent auf 2 615,81 Punkte, der breiter gefasste WIG-Index stieg jedoch um 0,21 Prozent auf 45 384,47 Zähler. Positive Nachrichten gab es am Mittwoch von der polnischen Industrie, deren Produktion überraschend stark um 11,8 Prozent anstieg. Volkswirte nannten mehr Exporte und erhöhte Binnennachfrage als Begründung für das starke Wachstum. Unter den Einzelwerten rückten PKN Orlen in den Fokus. Der Ölkonzern hat sieben Bieter für seine litauische Tochter Mazeikiu gefunden, berichtete die Tageszeitung Puls Biznesu. Händler sprachen indes aber nur von mehreren Interessenten. PKN-Papiere schlossen 0,2 Prozent höher bei 39,24 Zloty. Titel der PKO Bank wurden mit Dividendenabschlag gehandelt und verloren nur optisch 3,9 Prozent bei 44,20 Zloty.

In Prag gab der Leitindex PX um 0,42 Prozent auf 1 131,70 Punkte nach. Nachdem die Aktien des Energieversorgers CEZ am Vortag noch auf den Kauflisten der Investoren zu finden waren, machten Händler am Mittwoch einen Händlerkommentar für Verluste verantwortlich. Die Titel fielen um 1,53 Prozent auf 767 Tschechische Kronen, nachdem die britische Bank HSBC das Kursziel reduziert und ihre Verkaufsempfehlung bestätigt hatte. Die ex Dividende gehandelten Anteile des Textilkonzerns Pegas Nonwovens verzeichneten mit einem Minus von 3,26 Prozent auf 416 Kronen nur optisch die größten Kursverluste im tschechischen Leitindex PX. Die schwergewichtigen Bankenwerte schlossen indes ohne klare Richtung: Erste Group Bank ließen um 0,52 Prozent auf 777,0 Kronen nach, während Komercni Banka 0,39 Prozent höher bei 3 864 Kronen schlossen.

Gewinne gab es dagegen in Budapest, wo der Leitindex Bux 0,64 Prozent höher bei 23 628,15 Punkten aus dem Handel ging. Nach einer Stellungnahme des Unternehmens zu der neuen geplanten Krisensteuer der ungarischen Regierung rückten Magyar Telekom in den Fokus. Der Telekomkonzern bezifferte die zusätzlichen Abgaben auf 27,5 Mrd. Ungarische Forint und kündigte gleichzeitig an, seine Aktien per 12. November von der New Yorker Börse zu nehmen. Die Titel legten dessen ungeachtet um 2,56 Prozent auf 600 Forint zu. Die restlichen Schwergewichte schlossen ohne klare Richtung. Titel der OTP Bank gewannen 1,71 Prozent auf 6 000 Forint. Um 0,36 Prozent nach unten ging es dagegen bei den Aktien des Ölkonzerns MOL . Richter Gedeon verloren 0,67 Prozent.

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