Marktbericht Osteuropa
Bux leidet unter Rating-Abstufung Ungarns

Die drei wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am letzten Tag vor dem Weihnachtswochenende erneut uneinheitlich geschlossen. Während die Aktienmärkte in Polen und Tschechien am Donnerstag fast unverändert schlossen, gab es in Ungarn leichte Verluste.

WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Auslöser war eine Abstufung der Kreditwürdigkeit des EU-Landes durch die Ratingagentur Fitch. Die Bonitätsnote für Staatsanleihen mit längerer Laufzeit wurde gesenkt von "BBB" auf "BBB-". Das ist nur eine Stufe über "Ramsch-Niveau". Der Ausblick sei negativ, wodurch eine weitere Herabstufung auf Ramschniveau droht. Der ungarische Leitindex Bux schloss daraufhin um 0,38 Prozent tiefer bei 21 446,58 Zählern. Das Handelsvolumen betrug allerdings lediglich 5,1 (Vortag: 10,5) Mrd. Forint. "Die Rücknahme der Rentenreform und das Fehlen einer einheitlichen, mittelfristig angelegten Finanzpolitik untergraben das Vertrauen in eine langfristige Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen", hieß es zur Begründung.

Die Ratings des Ölkonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) wurden hingegen unverändert beibehalten. Den Fitch-Experten zufolge zeige sich bei Mol eine "ausreichend starke Kreditqualität um eine Staatsschuldenkrise überstehen zu können". Die Mol-Papiere schlossen mit einem leichten Aufschlag von 0,34 Prozent auf 20 470 Forint. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Ebrd) sicherte der rumänischen Einheit der OTP Bank einen Kredit in der Höhe von zehn Mill. Euro zu, der für die Finanzierung von energieeffizienten Projekten verwendet werden soll. Die OTP-Titel gingen mit minus 1,65 Prozent auf 5 181 Forint aus dem Handel.

In Warschau gab der Leitindex WIG-20 um minimale 0,03 Prozent auf 2 768,66 Einheiten nach. Der breiter gefasste Wig-Index legte hingegen leicht um 0,05 Prozent auf 47 718,80 Einheiten zu. Einem Bericht des Nachrichtenblatts "Parkiet" zufolge hat der Chemiekonzern Azoty Tarnow das "Potenzial", die Analystenerwartungen beim Betriebsergebnis und beim Nettogewinn zu übertreffen. Das sagte der Chef des in Staatseigentum stehenden Unternehmens in einem Interview dem Nachrichtenblatt, woraufhin die Aktien um 4,92 Prozent auf 32 Zloty vorrückten.

Goldman Sachs erhöhte das Kursziel für Budimex um 3,7 Prozent auf 85 Zloty, was den Papieren des zweitgrößten polnischen Bauunternehmens zu einem Plus von 0,98 Prozent auf 103 Zloty verhalf. Nach Zahlenvorlage stiegen die Aktien von Grupa Kety um 2,38 Prozent auf 129 Zloty. Polens größter Produzent von Aluminiumprodukten meldete einen Nettogewinn von 18,5 Mill. Zloty für das vierte Quartal.

In Prag sank der Leitindex PX um 0,03 Prozent auf 1 223,3 Einheiten. Das Handelsvolumen betrug 0,63 (Vortag: 0,78) Mrd. Kronen. Der letzte Handelstag vor den Weihnachtsfeiertagen gestaltete sich äußerst nachrichtenarm. Mit einem Kurssprung rückten ECM Real Estate Investments in das Blickfeld der Investoren. Die Titel des Immobilienunternehmens rückten um 4,16 Prozent auf 93,74 Kronen vor. Mit einem Abschlag von 0,89 Prozent auf 267,50 Kronen präsentierten sich hingegen die Anteilsscheine von New World Resources in einem schwachen europäischen Branchenumfeld./

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