Marktbericht Osteuropa
Gewinne in Budapest und Warschau - Verluste in Prag

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag uneinheitlich entwickelt. Während die Börsen in Budapest und Warschau zulegten, wurden in Prag Verluste verbucht.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Budapest legte der Leitindex Bux um 0,19 Prozent auf 23 146,69 Punkte zu. In Ungarn lagen nur wenige Unternehmensnachrichten vor. Nach leichteren Rohölnotierungen schlossen die Titel von Magyar Olay es Gazipari (Mol) unverändert bei 20 750 Forint. Europaweit standen Pharmatitel in der Gunst der Anleger und die ungarischen Branchenvertreter schlossen sich dieser positiven Sektorstimmung an. Egis-Papiere verteuerten sich um 1,43 Prozent auf 22 935 Forint. Eine moderates Plus von 0,02 Prozent auf 65 500 Forint wiesen die Anteilsscheine von Richter Gedeon auf.

Schwach präsentierten sich zum Wochenausklang Mtelekom-Aktien mit einem Kursrückgang von 1,40 Prozent auf 563 Forint. Positive Vorzeichen wiesen die Bankentitel auf. FHB Land Credit & Mortgage Bank zogen um 1,91 Prozent auf 1 172 Forint an und OTP Bank verbuchten einen Kursgewinn von 0,83 Prozent auf 5 800 Forint.

Der Warschauer Leitindex Wig-20 beendete den Handel mit einem Plus von 0,47 Prozent bei 2 651,27 Zählern. Der breiter gefasste Wig-Index erhöhte sich um 0,44 Prozent auf 46 229,60 Punkte. Die Aktien des führenden polnischen Gaslieferanten Polskie Gornictwo schlossen mit einem Kursgewinn von 2,78 Prozent auf 3,70 Zloty. Nach einer von der EU verlangten Änderung haben Polen und Russland zum Wochenschluss ein Abkommen zur Lieferung von Erdgas besiegelt. Es sichert Polen die Lieferung von Gas aus Russland bis 2022, wie der polnische Vize-Regierungschef Waldemar Pawlak in Warschau sagte. Die Weiterleitung von russischem Gas über Polen sei bis 2019 gesichert.

Nach neuen Geschäftszahlen stiegen Anteilsscheine von Polski Koncern Naftowy Orlen um 0,78 Prozent auf 40,21 Zloty. Das führende Ölunternehmen erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 1,24 Mrd. Zloty, nach 930,6 Mill. im Vorjahreszeitraum.

Papiere von Telekomunikacja Polska verabschiedeten sich mit plus 0,83 Prozent auf 18,15 Zloty in das Wochenende. Die Analysten von UBS hatten für das Telekomunternehmen ihr Kursziel um 13 Prozent auf 18,0 Zloty erhöht. Für die Aktien von Bank Millennium revidierten die UBS-Experten das Kursziel um drei Prozent auf 5,45 Zloty hoch. Die Titel der Banco-Comercial-Portugues-Tochter stiegen um 0,80 Prozent auf 5,06 Zloty.

Der Prager Leitindex PX sank um 0,68 Prozent auf 1 156,0 Punkte. Unter den Einzelwerten standen Erste Group Bank mit neuen Drittquartalsergebnissen im Fokus. Nach Einschätzung der Analysten von KBC Securities wurden die Erwartungen übertroffen. Aktuell stuft KBC die Titel mit "Buy" ein. Die Erste Group-Titel schlossen dennoch mit einem Kursrückgang von 1,70 Prozent auf 802,0 Kronen.

Unipetrol lieferten ebenfalls neue Geschäftszahlen. Das Ölunternehmen erzielte im Drittquartal des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 175 Mill. Kronen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 35 Mill. erwirtschaftet worden war. Unipetrol-Titel zogen um 3,14 Prozent auf 200,10 Kronen an.

Ein starkes Plus wiesen zum Wochenschluss auch Orco auf. Die Papiere des Immobilienunternehmens zogen um 3,86 Prozent auf 188,51 Kronen an. Cetv-Aktien sacken hingegen um 6,98 Prozent auf 418,50 Kronen ab./ste

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