Marktbericht Osteuropa
Prager Börse besonders fest

Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Besonderes deutlich nach oben ging es in Prag.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Besonderes deutlich nach oben ging es in Prag.

Der Prager Leitindex PX legte um 1,76 Prozent auf 1 158,10 Punkte zu. In einem starken europäischen Branchenumfeld konnten die Titel des Kohleproduzenten New World Resources nach zwei Tagen in der Verlustzone um 1,73 Prozent auf 223,20 Kronen zulegen. Gefragt waren auch Aktien von Unipetrol , die um 1,58 Prozent auf 193,00 Kronen stiegen. Die Titel des Ölkonzerns waren am vergangenen Freitag auf ein Dreieinhalbmonats-Tief gesunken.

So hoch wie schon seit 14. September nicht mehr notierten Komercni Banka. In einem eher schwachen europäischen Bankensektor verteuerten sich die Papiere an der Index-Spitze deutlich um 5,31 Prozent auf 4 125,00 Kronen. Jpmorgan Chase hatte zuvor das Anlagevotum für die Papiere des Geldinstituts von "Neutral" auf "Overweight" angehoben. Die Dividende und die Profitabilität des Unternehmens ist "attraktiv", so die Wertpapierexperten. Papiere der Erste Group Bank schlossen um 0,87 Prozent auf 803,40 Kronen höher, die Bank wird am Freitag seine Ergebnisse zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres präsentieren.

Der ungarische Leitindex Bux stieg um 0,81 Prozent auf 23 418,03 Zähler. Das Ölunternehmen Mol dürfte seinen Großaktionär Surgutneftegaz loswerden, so die russische Tageszeitung "Nepszabadsag". Ende März 2009 hatte die OMV überraschend nach erfolglosen Übernahmebestrebungen ihren gesamten Anteil von 21,2 Prozent an den russischen Ölkonzern Surgutneftegaz um 1,4 Mrd. Euro veräußert. Die Transaktion wurde von Mol als unfreundlicher Akt gewertet. Der staatliche ungarische Stromkonzern MVM dürfte die Anteile des unliebsamen Aktionärs nun zurückkaufen, hieß es weiter. Mol-Titel schlossen daraufhin mit minus 0,02 Prozent auf 20 745 Forint kaum verändert.

Der größte lokale Kreditgeber OTP Bank bestellte unterdessen Daniel Gyuris als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Gyuris wird den neuen Bereich für Immobilien-, Landwirtschafts- und Kleinbetriebsfinanzierung übernehmen. Zudem fällt der Bereich der Hypothekenvergabe in die Agenden von Gyuris. Aktien der OTP Bank ingen mit einem Aufschlag von 0,95 Prozent auf 5 920 Forint aus dem Handel.

Der Warschauer Leitindex Wig-20 schloss mit einem minimalen Zugewinn von 0,01 Prozent auf 2 641,80 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index legte um 0,28 Prozent auf 45 854,85 Zähler zu. Vor dem Hintergrund gestiegener Metallpreise zeigten sich die Papiere des Kupferherstellers Kghm Polska Miedz in bestem Licht - sie kletterten um 4,0 Prozent auf 130,50 Zloty in die Höhe. Goldman Sachs hatte zudem das Kursziel für das Papier um 17 Prozent auf 170,83 Zloty angehoben. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Herbert Wirth, sprach unterdessen in einem Zeitungsinterview von "Investments in Projekte in der Höhe von mehreren Mrd. Euro in den nächsten Jahren". Nachdem der Nettogewinn im Jahr 2010 auf eine Rekordhöhe von mehr als vier Mrd. Zloty klettern dürfte, sei mit einigen Investments schon im nächsten Jahr zu rechnen, hieß es weiter.

Nach einem positiven Analystenkommentar zeigten sich auch die Titel von Polens größtem Gaslieferanten, Pgnig, gut gesucht. Die Citigroup hatte das Anlagevotum für die Titel des Unternehmens von "Hold" auf "Buy" angehoben. Daraufhin ging die Aktie mit plus 0,3 Prozent auf 3,62 Zloty aus dem Handel.

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