Marktbericht Osteuropa
Schwache Ergebnisse in Prag, Warschau und Budapest

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben sich am Freitag mit Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Besonders deutlich fiel das Minus an der Budapester Börse aus.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der ungarische Leitindex Bux fiel um 1,84 Prozent auf 23 230,91 Punkte. In Ungarn gab der Druck der Europäischen Union, Ungarn solle sein Defizit reduzieren, den Ton an. Zusätzlich dazu wolle die ungarische Regierung sämtliche Transfers in private Pensionsfonds stoppen. Unter Investoren wurden diese Nachrichten negativ aufgefasst.

Titel der OTP Bank gingen mit einem Minus von 1,69 Prozent bei 5 864 Forint aus dem Handel. Das Unternehmen rechnet damit, das Geschäftsjahr 2010 mit einem Nettoverlust abzuschließen und erst 2011 einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Bank lege zur Zeit ihre Prioritäten auf die Stabilität ihrer Geschäfte und die Säuberung der Bilanz, hieß es von Seiten des Instituts.

Die Aktien von Magyar Olay es Gazipari (Mol) verloren 2,31 Prozent auf 20 750 Forint. Minister Fellegi zufolge will die ungarische Regierung den Surgutneftegaz-Anteil an der Mol gegen Jahresende erwerben. Gegenwärtig hält Surgutneftegaz einen Anteil von 21,2 Prozent im Gegenwert von rund 460 Mrd. Forint.

Richter Gedeon , Ungarns größter Pharmakonzern, musste nach einer Kurszielsenkung durch Jefferies International von 37 900 Forint auf 36 400 Forint mit einem Verlust von 1,93 Prozent auf 45 700 Forint aus dem Handel gehen. Das Anlagevotum "Underperform" wurde von den Analysten beibehalten.

Titel von Magyar Telekom sanken um 0,68 Prozent auf 584 Forint, nachdem das Kursziel des Unternehmens durch die Raiffeisen Centrobank um elf Prozent auf 642 Forint gesenkt wurde. Begründet wurde dies von den Analysten mit der von der Regierung neu eingeführten Steuer auf Telekommunikationsunternehmen.

In Polen gab der Leitindex Wig-20 0,46 Prozent ab auf 2 641,60 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index fiel ebenfalls leicht um 0,31 Prozent auf 45 729.01 Punkte. Die Asset-Management-Einheit der Kghm Polska Miedz , Kghm TFI, hatte das Wellness-Unternehmen ZUK für einen Gesamtpreis von 138,2 Mill. Zloty gekauft. Die Wellness-Oase soll laut dem Unternehmen um das Doppelte anwachsen und innerhalb der nächsten sechs Jahre einen Wert von 300 bis 400 Mill. Zloty erreichen. Kghm-Aktien gingen mit einem leichten Minus von 0,32 Prozent bei 125,50 Zloty aus dem Handel.

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