Marktbericht Osteuropa
Uneinheitlich - Kursgewinne in Warschau

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch wieder uneinheitlich präsentiert. Während die Aktien in Ungarn und Tschechien dem gesamteuropäischen Trend folgten und im Schnitt schwächer tendierten, überwogen in Polen Kursgewinner.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Sorgen bereitete den Marktteilnehmern erneut Europas Schuldenkrise. Unterstützt wurden diese durch negative Kommentare über den europäischen Bankensektor auf einer Bankenkonferenz von Merrill Lynch. Wichtige Konjunkturdaten oder Unternehmensergebnisse standen nicht auf der Agenda.

In Budapest sank der Leitindex Bux um 0,43 Prozent auf 22 818,43 Zähler. Die ungarischen Banken müssen den ersten Teil der umstrittenen Bankenabgabe für 2010 am kommenden Donnerstag bezahlen, der zweite Teil wird am 10. Dezember fällig. Gleichzeitig werden auch Versicherungen und andere Finanzdienstleister zur Kasse gebeten, so dass sich die ungarische Regierung aus der ersten Rate zusätzliche Steuereinnahmen von 90 bis 100 Mrd. Forint. Insgesamt sollen heuer 200 Mrd. Forint ins Budget fließen, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Tagesgewinner waren die Aktien des Autozulieferers Raba mit einem Aufschlag von 3,85 Prozent auf 944 Forint. Aktien von Danubius legten um 2,01 Prozent auf 3 795 Forint zu. Papiere von Richter Gedeon verloren dagegen 2,31 Prozent auf 46 500 Forint. Emasz sanken um 1,36 Prozent auf 21 700 Forint.

Der Leitindex PX schloss in Prag mit einem Minus von 0,90 Prozent bei 1 120,60 Punkten. Unter den Einzeltiteln standen die Papiere von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) im Fokus. Die Aktien gaben unter anhaltendem Verkaufsdruck um 0,67 Prozent auf 813,50 Kronen nach. Auch die Papiere der österreichischen Erste Group verloren knapp 1,00 Prozent auf 713,80 Kronen. Die Erste-Papiere litten unter den negativen Kommentaren zum europäischen Bankensektor. Orco sanken um 2,47 Prozent auf 193,10 Kronen. Der Titel wurde jedoch kaum gehandelt.

An der Börse in Warschau stieg der Leitindex Wig-20 stieg um 0,51 Prozent auf 2 585,42 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index schloss mit einem Aufschlag von 0,47 Prozent bei 44 847,30 Punkten. Das polnische Schatzministerium ist seinem Ziel, die Warschauer Börse (GPW) am 9. November über die Börse zu privatisieren, einen Schritt näher gekommen. Das zuständige polnische Gericht hat unter anderem eine Änderung des Börse-Statutes zugestimmt, derzufolge privaten Eigentümern die Stimmrechte beschränkt werden können. Diese Einschränkung ist eine Bedingung der Regierung für die Privatisierung, schrieb die Tageszeitung "Rzeczpospolita".

Unter den polnischen Einzeltiteln gab es Neuigkeiten zu Kghm Polska Miedz . Die Aktien stiegen um 3,70 Zloty auf 117,50 Zloty an. Die Experten von Goldman Sachs haben die Titel in einer Ersteinschätzung mit dem Anlagevotum "Buy" eingestuft und ein Kursziel von 146 Zloty angegeben. Otmuchow schlossen mit14,49 Zloty. Die Aktien des Lebensmittelherstellers wurden erstmals an der Warschauer Börse gehandelt./

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