Marktbericht Osteuropa
Verluste in Warschau

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag erneut uneinheitlich präsentiert. So folgte der Handel in Budapest dem gesamteuropäischen Trend per saldo kaum veränderter Kurse bei hohen Schwankungen.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag erneut uneinheitlich präsentiert. So folgte der Handel in Budapest dem gesamteuropäischen Trend per saldo kaum veränderter Kurse bei hohen Schwankungen. In Warschau tendierten die Aktien dagegen schwach. In Prag fand feiertagsbedingt kein Handel statt.

In Budapest legte der Leitindex Bux um 0,10 Prozent zu auf 22 917,28 Punkte. Für Aufmerksamkeit sorgte die Entscheidung der ungarischen Nationalbank, den Leitzinssatz unverändert auf 5,25 Prozent zu belassen. Es gab zwar Begehren die Leitzinsen um 25 Basispunkte zu kürzen, diese fanden allerdings kaum Unterstützung. Im vorherigen Treffen war noch von einer Zinserhöhung die Rede. Auch die Analysten der KBC sehen zumindest bis Jahresende keine Gründe, den Leitzins zu verändern.

Unter den Index-Schwergewichtern konnten Aktien von Richter Gedeon um 0,61 Prozent auf 47 600 Forint zulegen. OTP Bank gewannen 0,21 Prozent auf 5 200 Forint. Anteile von Magyar Olay es Gazipari (Mol) sanken leicht um 0,09 Prozent auf 20 480 Forint. Magyar Telekom mussten ebenfalls Kursverluste einbüßen und notierten zu Börsenschluss mit einem Abschlag von 0,29 Prozent auf 668 Forint.

An der Warschauer Börse sank der Leitindex Wig-20 um 1,15 Prozent auf 2 572,31 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index schloss mit einem Abschlag von 0,85 Prozent bei 44 636,59 Punkte. Vor allem Banktitel gerieten unter Druck angesichts von Sorgen über eine Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Moody"s. Titel der PKO Bank sackten um 2,2 Prozent auf 43,60 Zloty ab und Papiere der Bank Pekao ließen 0,6 Prozent auf 169,50 Zloty nach.

Eine Analystenstimme sorgte bei den Titeln des Medienunternehmens Agora für Bewegung. Die Wertpapierspezialisten der Citigroup hoben die Titel von "sell" auf "buy", woraufhin es für die Papiere um 1,10 Prozent auf 28,46 Zloty nach oben ging. Der Baukonzern Polimex-Mostostal hat einen 128,4 Mill. Zloty schweren Auftrag erhalten. Die Aktien gaben dennoch um 1,8 Prozent auf 4,27 Zloty nach. Bei der Rundfunkanstalt TVN wurde ein größeres Aktienpaket an der Börse veräußert. JP Morgan Chase hat 3,9 Mill. Aktien zum Preis von 16,80 Zloty je Titel verkauft. Die Papiere des Fernsehsenders verbilligten sich um 0,6 Prozent auf 17,00 Zloty./

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