Marktbericht: Osteuropäische Börsen
Osteuropäische Börsen im Minus

Die wichtigsten osteuropäischen Märkte gehen größtenteils mit Verlusten ins Wochenende. Während die Budapester Börse leichte Gewinne verbucht, liegen die Prager und Warschauer Börse im Minus. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.

WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) - Die osteuropäischen Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich ins Wochenende verabschiedet. Damit folgten sie den übrigen europäischen Märkten, die sich ebenfalls recht unterschiedlich entwickelten.

Die Warschauer Börse schloss leichter und der WIG-20 fiel um 1,42 Prozent auf 2 134 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 0,58 Prozent auf 36 710 Punkte.

Das polnische Börsenbarometer WIG 20 präsentierte sich im lokalen Vergleich im laufenden Jahr am schwächsten, was sich naturgemäß auch in der Jahresperformance in Höhe von knapp 20 Prozent widerspiegelt, schreiben die Analysten der RZB. Von volkswirtschaftlicher Seite gehen die Experten für 2009 von einem positiven BIP-Wachstum von 0,8 Prozent aus, wodurch sich die Rahmenbedingungen weiter verbessert haben und der Abstand zu den lokalen Pendants (Ungarn, Tschechien) aus- und zu den etablierten EU-Ländern abgebaut wurde.

Die aggregierten Gewinnschätzungen 2009 der im Index enthaltenen Unternehmen belaufen sich mit minus 32 Prozent aber weiterhin klar negativ. Hier könnte es in Anbetracht der niedrigeren Basis auch für 2010 zu positiven Überraschungen kommen. Im Moment erwartet die RZB aber, dass die kurzfristige Aktienmarktentwicklung weiterhin von externen Vorgaben und weniger von dem lokalen Bild geprägt sein wird.

Zum Wochenschluss litten Werte aus dem Roh- und Grundstoffbereich unter rückläufigen Preisen. KGHM Polska Miedz-Titel verloren um 2,76 Prozent auf 84,60 Zloty. Polski Koncern Naftowy Orlen Orlen fielen um 2,67 Prozent auf 27,35 Zloty.

An der Prager Börse gaben die Kurse zum Wochenschluss ebenfalls leicht nach. Der tschechische Leitindex PX gab um 0,76 Prozent auf 1 155 Zähler ab. Der tschechische Aktienmarktindex PX verbuchte in den vergangenen zwei Wochen einen moderaten Kursanstieg von rund drei Prozent und lag damit zwischen den beiden lokalen Indexpendants aus Ungarn und Polen, schreiben die Analysten der RZB. Aus konjunktureller Sicht sollte auch Tschechien den Tiefpunkt im zweiten Quartal erreicht haben, wobei die Experten die tschechische Ökonomie 2010 wieder auf dem Wachstumspfad mit einem moderaten Anstieg der Wirtschaftsleistung sehen.

Dies stimmt die Wertpapierspezialisten auch für den Aktienmarkt weiter positiv. Dennoch weist die RZB an dieser Stelle darauf hin, dass für den tschechischen Aktienmarkt neben den lokalen Einflussfaktoren vor allem die internationalen Vorgaben von hoher Bedeutung bleiben werden.

Bank-Aktien entwickelten sich uneinheitlich. Während Papiere der Erste Group Bank um 3,07 Prozent auf 738,60 Kronen fielen, konnten Komercni Bank um 0,29 Prozent auf 3.490 Kronen leicht zulegen. Leichter zeigten sich die Energietitel. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) gaben um 0,68 Prozent auf 904,80 Kronen nach und Unipetrol verbilligten sich um 0,51 Prozent auf 146,25 Kronen.

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