Marktbericht
Osteuropas Börsen im Plus

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben den Handel am Dienstag mit Gewinnen beendet. Diese fielen allerdings unterschiedlich deutlich aus: Während Prag nur leicht zulegen konnte, schlossen Budapest und Warschau mit einem deutlicheren Plus.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Für Gesprächsstoff sorgten Nachrichten von der US-Konjunktur. Im November etwa sind in den USA überraschend viele bestehende Eigenheime verkauft worden. Aufs Jahr hochgerechnet stieg ihre Zahl um 7,4 Prozent auf 6,54 Millionen. Das ist die höchste Zahl seit Februar 2007. Im Oktober waren es 6,09 Mill. gewesen. Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 6,25 Mill. Eigenheime gerechnet.

Außerdem ist die Wirtschaft in den USA im dritten Quartal schwächer gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft der Welt legte aufs Jahr hochgerechnet nach revidierten Angaben um 2,2 Prozent zu. In der zweiten Schätzung Ende November war noch von 2,8 Prozent die Rede gewesen.

Der Warschauer Wig-20 stieg um 0,98 Prozent auf 2 364,90 Zähler. Der breiter gefasste Wig-Index legte um 0,54 Prozent auf 39 796,94 Punkte zu. Unter den polnischen Einzeltiteln stiegen Cyfrowy Polsat um 1,40 Prozent auf 13,55 Zloty an. Der größte polnischer Satellitenfernsehenbetreiber wird seine Dienste wohl auch im Internet anbieten, wie Vorstandschef Dominik Libicki mitteilte. Aktien von Multimedia Polska fielen um 31,0 Prozent auf 7,90 Zloty. Die Bank Zachodni hatte ihren Anteil in dem Unternehmen auf weniger als fünf Prozent reduziert.

Anteilsscheine von Netia gaben zum ersten Mal seit vier Tagen nach und fielen um 1 Prozent auf 4,90 Zloty. Die Analysten der Bank Zachodni hatten ihre Empfehlung für das Telefonunternehmen von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Optopol-Titel schnellten um 23 Prozent auf 19,80 Zloty in die Höhe. Dies ist der größte Tagesgewinn seit Handelsbeginn in dem Wert. Das Photounternehmen Canon hatte mitgeteilt, Interesse an Optopol zu haben und 248 Millionen. Zloty für den polnischen Hersteller optischer Instrumente geboten.

In Budapest legte der BUX um 0,82 Prozent auf 20 735,18 Zähler zu. Im Fokus der Anleger stand erneut Griechenland: Die US-Ratingagentur Moody"s hatte ihre Bewertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gesenkt. Nach Fitch und Standard & Poor"s stufte sie als dritte der großen Ratingagenturen ihre Note für die Bonität des Euro-Landes auf A2 von A1 herunter. Zudem bewertete Moody"s den Ausblick für die weitere Entwicklung der finanziellen Lage des Landes als negativ.

Unter den ungarischen Aktien waren die Titel von Danubius Tagessieger mit einem Anstieg von 4,33 Prozent auf 3 610 Forint. Papiere von Fotex Reszvenytarsasag verbesserten sich um 2,73 Prozent auf 375 Forint. Aktien der OTP Bank stiegen um 1,19 Prozent auf 5 399 Forint. KEG-Papiere aber verloren 1,50 Prozent auf 591 Forint und Titel des Pharmaunternehmens Richter Gedeon gaben um 0,23 Prozent auf 41 600 Forint nach.

Der Prager Leitindex PX stieg leicht um 0,22 Prozent auf 1 111,5 Punkte. Die tschechische Regierung ist der Empfehlung des Finanzministeriums und der Nationalbank gefolgt und hat keinen Termin für die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung festgelegt. Als Grund gilt vor allem das hohe Budgetdefizit, das weit über dem Maastricht-Kriterium von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt. "Jegliche Überlegungen zum Euro sind im Moment nur Träume", meinte Premier Jan Fischer laut tschechischen Zeitungsberichten.

Tagessieger waren die Aktien von AAA Auto mit einem Aufschlag von 1,84 Prozent auf 13,87 Kronen. Titel der Erste Group Bank stiegen um 1,21 Prozent auf 691,80 Kronen. Anteilsscheine des Tabakunternehmens Philip Morris legten um 0,72 Prozent auf 8 340 Kronen zu. Unter den Verlieren fanden sich die Titel von Orco (minus 3,30 Prozent) auf 158,10 Kronen. ECM-Aktien sanken um 1,77 Prozent auf 293,80 Kronen. Unipetrol-Titel gaben um 1,01 Prozent auf 136,60 Kronen nach./cz/

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