Marktbericht
Osteuropas Börsen ohne klare Linie

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während Warschau und Prag sich dem schwachen gesamteuropäischen Börsenumfeld nicht entziehen konnten, gab es in Budapest Gewinne zu feiern.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. An der Warschauer Börse sank der WIG-20-Index um 0,49 Prozent auf 2 227,46 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 0,58 Prozent auf 38 038,72 Punkte nach. Das Handelsvolumen betrug 1,42 (zuletzt: 1,39) Mrd. Zloty.

Die Aktien von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) gaben um 1,60 Prozent auf 148,90 Zloty nach und notierten damit auf dem niedrigsten Kursniveau seit einer Woche. Die Analysten der ING Groep bewerteten die Titel in einer Ersteinstufung mit dem Anlagevotum "Sell". Als Begründung nannten die Experten die bereits seit März laufende Kursrallye und mittelmäßige Aussichten für die Zukunft.

Enea verbilligten sich um 3,70 Prozent auf 21,35 Zloty. Händlern zufolge versuchten Investoren, ihre Anlagen in Aktien des größeren Konkurrenten PGE SA umzuschichten, der heute seinen Börsengang durchgeführt hatte.

Kghm Polska Miedz verloren 1,40 Prozent auf 90,10 Zloty. Händler begründeten die Kursschwäche mit schwachen Metallpreisen. MOL sprangen dagegen um 4,20 Prozent auf 243,10 Zloty an. Die Analysten der Credit Suisse hatten ihr Anlagevotum für die Titel des Ölunternehmens von "Neutral" auf "Outperform" angehoben. Die Experten hoben die starken fundamentalen Daten des Unternehmens sowie die attraktive Bewertung im Branchenvergleich hervor.

An der Prager Börse kam es zu deutlicheren Kursabgaben. Der tschechische Leitindex PX fiel um 1,72 Prozent auf 1 163,30 Punkte. Es wurden Aktien im Wert von 2,518 (zuletzt: 1,59) Mrd. tschechischen Kronen gehandelt. Belastet wurde der tschechische Markt unter anderem durch die schwachen deutschen ZEW-Daten, die am Vormittag veröffentlicht worden waren. Die Konjunkturzuversicht in Deutschland erhielt einen leichten Dämpfer. Die Stimmung deutscher Finanzexperten trübte sich dabei im Oktober etwas stärker als erwartet ein.

Unter den tschechischen Einzeltiteln gaben Orco um 4,32 Prozent auf 217 Kronen ab. Deutlich schwächer zeigten sich auch Energiewerte: CEZ fielen um 2,81 Prozent auf 900 Kronen und büßten damit die Gewinne des Vortages wieder komplett ein.

New World Resources gaben um 2,15 Prozent auf 170,50 Kronen nach und CME sanken um 3,82 Prozent auf 577 Kronen. Telefonica O2 verbilligten sich um 1,24 Prozent auf 437,50 Kronen. Philip Morris und Pegas konnten ihr Kursniveau vom Vortag verteidigen.

In Budapest schloss der BUX hingegen 1,24 Prozent höher bei 20 803,87 Zählern. Insgesamt wurden Aktien für 29,25 (Vortag: 18,00) Mrd. Forint gehandelt.

Die Aktien der OTP Bank gewannen um 1,11 Prozent auf 5 469 Forint, bei einem Umsatz von 19 Mrd. Forint - dies entspricht 65 Prozent des Tagesumsatzes im BUX. Magyar Olay es Gazipari (Mol) stiegen um 4,35 Prozent auf 15 700 Forint an (Umsatz bei 5,6 Mrd. Forint). Die Analysten der Credit Suisse hatten ihr Kursziel von 12 087,08 auf 18 529 Forint erhöht. Das Anlagevotum wurde von "Neutral" auf "Outperform" angehoben. Magyar Telekom stiegen um 0,24 Prozent auf 845 Forint. Richter Gedeon fielen hingegen um 0,78 Prozent auf 38 400 Forint.

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