Marktbericht
Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während die Märkte in Budapest und in Prag Gewinne verbuchten, musste die Börse in Warschau Verluste hinnehmen.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der Warschauer WIG-20 verlor 0,87 Prozent auf 1 858,27 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 0,80 Prozent auf 29 777,06 Punkte. Laut dem Osteuropa-Fondsmanager Peter Bodis von Pioneer Investment ist Polen etwas überbewertet. Es sei als Investment momentan nicht so interessant wie andere Märkte in Osteuropa, nachdem die polnische Wirtschaft eher isoliert sei und daher weniger stark von der weltweiten Erholung profitiere. Aktienmärkte wie beispielsweise Tschechien und Ungarn seien hingegen sehr exportorientiert und würden daher aktuell von Investoren vorgezogen werden.

Titel der Bank BPH gaben 6,2 Prozent auf 32,9 Zloty ab. Die Bank wurde von den Analysten der ING Groep von "Hold" auf "Sell" herabgestuft. Bank Pekao sahen sich mit einer Analystenherabstufung durch die HSBC von "Overweight" auf "Neutral" konfrontiert. Die Titel büßten 1,6 Prozent auf 123,6 Zloty ein.

Die Anteilsscheine des zweitgrößten polnischen Bauunternehmens Budimex sprangen hingegen um 4,6 Prozent auf 74,5 Zloty nach oben. Der Konzern hatte im ersten Quartal einen um 85 Prozent höheren Nettogewinn von 29,8 Mill. Zloty verbucht und damit die durchschnittlichen Marktschätzungen übertroffen.

Der Budapester Leitindex BUX gewann 0,95 Prozent auf 13 739,35 Einheiten. Laut dem Osteuropa-Fondsmanager Peter Bodis von Pioneer Investment waren vor allem riskante Märkte gefragt gewesen, wovon auch die ungarische Börse profitierte.

Titel der OTP Bank wurden mit plus 2,3 Prozent auf 3 069 Forint stark nachgefragt und markierten den höchsten Stand seit dem 6. Januar dieses Jahres. Fondsmanager Bodis sprach von einer starken Aufholbewegung von einem sehr niedrigen Niveau. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise herrschte unter Analysten noch Sorge um eine Pleite der Bank.

Die weiteren Schwergewichte tendierten uneinheitlich. Magyar Telekom verteuerten sich um 2,9 Prozent auf 540 Forint. Titel von Magyar Olay es Gazipari (Mol) gaben jedoch um 1,3 Prozent auf 11 150 Forint nach. Papiere von Richter Richter Gedeon büßten 0,7 Prozent auf 30 245 Forint ein.

In Prag sprang der Leitindex PX um 3,47 Prozent auf 935,10 Einheiten nach oben. Die Börse wurde vor allem von den Titeln der Bank Erste Group und der NWR angetrieben. Aktien des Bergbauunternehmens profitierten von positiven Analystenaussagen von Goldman Sachs zu den US-Kohleförderern. Die Papiere sprangen um 17,5 Prozent auf 94,10 Kronen nach oben. Erste Group standen wie auch zuletzt weit oben auf der Einkaufsliste der Anleger, nachdem die Citigroup, UBS und BNP Paribas unlängst ihre Kursziele für die Titel erhöht hatten. Die Anteilsscheine schnellten um 10,8 Prozent auf 512,80 Kronen in die Höhe.

Der Energiekonzern CEZ wurde an diesem Dienstag mit einem Dividendenabschlag von 50 Kronen pro Aktie gehandelt. Die Titel waren aber stark gesucht und gaben dadurch nur um 2,0 Prozent auf 837,80 Kronen ab.

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