Marktbericht Schweiz: Börse: Zürich: Abwärtsspirale hält an

Marktbericht Schweiz
Börse: Zürich: Abwärtsspirale hält an

Die Schweizer Börse hat auch am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Somit hält die am vergangenen Mittwoch eingeleitete Abwärtsspirale weiter an, nachdem der Markt beinahe euphorisch in das neue Jahr gestartet war.

HB BERN. Im dienstäglichen Handel tendierte der Leitindex SMI zu Beginn nur leicht schwächer, erreichte um die Mittagsstunden seinen Tiefpunkt und baute mit Unterstützung aus den USA die Verluste bis Handelsschluss zum Teil ab. An der Wall Street drehten die wichtigsten Indizes noch vor Europaschluss in die Gewinnzone.

Vor der anstehenden Berichtssaison machten Händler bei den Anlegern eine gewisse Zurückhaltung aus. Man bereite sich am Markt auf schwache Unternehmensergebnisse vor, hieß es. Bis Handelsende gab der SMI 57,46 Punkte oder 1,03 Prozent auf 5 534,33 Punkte ab. Der 30 Titel umfassende SLI sank um 1,69 Prozent auf 790,72 Punkte und der breite SPI um 1,10 Prozent auf 4 569,72 Punkte.

Zu den größten Verlierern im SMI gehörten am Dienstag die Banken UBS (-5,3% auf 15,00 Franken) und Credit Suisse (-5,0% auf 28,12 Franken). Die Spekulationen in der Wochenendpresse, dass der Verlust der UBS im vierten Quartal 2008 wahrscheinlich höher als bisher erwartet ausgefallen ist, zeigt auch heute noch seine Wirkung.

Von der schwachen Börsenstimmung wurden auch die meisten Versicherungswerte in die Tiefe gerissen. So büßten etwa Swiss Life 4,8 Prozent auf 72,60 Franken, ZFS 2,3 Prozent auf 230,00 Franken oder Baloise 2,3 Prozent auf 78,30 Franken ein.

Holcim (-5,2% auf 56,30 Franken) und ABB (-3,9% auf 14,62 Franken) gehörten von Konjunktursorgen geprägt ebenfalls zu den Verlierern. Holcim hat in einer Branchenstudie schlecht abgeschnitten. Große Abgaben waren auch noch bei Nobel Biocare (-4,8% auf 21,02 Franken) oder Kühne+Nagel (-4,2% auf 67,00 Franken) zu sehen.

Auf der Gegenseite standen bis zum Schluss Actelion (+6,0% auf 63,60 Franken) an der Spitze. Stark zeigten sich auch Ciba (+2,2% auf 49,04 Franken). Die Zweifel, dass Ciba von BASF für 50 Franken je Aktie übernommen wird, scheinen größtenteils beseitigt zu sein.

Auch Roche (+1,5% auf 168,60 Franken) wurden gesucht. Die Genussscheine machten das gestern Montag verlorene Terrain teilweise wieder gut. Nachdem die übers Wochenende aufgekommenen Gerüchte um eine Angebotserhöhung für die ausstehenden Aktien der Tochter Genentech auf die Titel drückten, machte sich heute die Vorfreude auf die am kommenden Donnerstag anstehenden Genentech-Zahlen bemerkbar. Kaufinteresse machten Händler vor allem aus dem angelsächsischen Raum aus.

Im breiten Markt bauten Sika (-3,0%) nach eher enttäuschenden Umsatzzahlen die Verluste bis Handelsende teilweise ab. Dagegen rutschten Georg Fischer (-8,1%) noch tiefer in den roten Bereich. Das Industrieunternehmen musste die Tochter Agiecharmilles vollständig redimensionieren und baut dabei weltweit 340 Stellen ab. Bei Huber + Suhner (-1,7%) wurde der Umsatzausweis als solide bewertet. Bell steigerte die Verkäufe im vergangenen Jahr um erfreuliche 18 Prozent, büßten am Markt aber dennoch 6,3 Prozent ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%