Marktbericht Schweiz
Börse Zürich mit knappem Plus

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch den Kursanstieg der letzten beiden Tagen fortgesetzt. Allerdings gelang dem SMI erst in letzter Sekunde der Sprung zurück in die Gewinnzone, nachdem am Nachmittag schwache Konjunkturdaten aus den USA den Index ins Minus gedrückt haben.

HB ZÜRICH. Der Anstieg war vor allem der erneut guten Entwicklung der Novartis-Aktien und einigen Versicherern zu verdanken.

Am Nachmittag hatten US-Konjunkturdaten den Markt mächtig durchgeschüttelt. Zunächst ließen überraschend gute Angaben zum US-BIP im zweiten Quartal den SMI auf das Tageshoch bei 6 357 Zähler klettern. In der Folge löste jedoch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago den Sturz in die Verlustzone aus. Der Index habe Gewinnmitnahmen und die aus technischer Sicht längst überfällige Konsolidierung eingeleitet, meinten Händler. Dennoch rettete sich der SMI am Ende noch ins Plus und schloss mit plus 0,10 Prozent auf 6 323,18 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) gewann 0,23 Prozent auf 973,20 Punkte und der breite SPI 0,14 Prozent auf 5 461,31 Punkte.

Auf der Gewinnerseite gelang Novartis mit einem Kursplus von 1,1 Prozent der zweite deutliche Kursanstieg in Folge. Diesmal verhalfen gute Studienresultate zum Wirkstoff Fty720 (Fingolimod) im Bereich Multiple Sklerose zu den Kursgewinnen. außerdem hat die Citigroup das Rating für Novartis auf "Buy" angehoben.

Eine positive Studie der Deutschen Bank zum europäischen Versicherungssektor löste bei Swiss Life Holding (+3,4 Prozent) und ZFS (+1,3 Prozent) verstärkt Zukäufe aus. Swiss Re (+0,5 Prozent) und Baloise konnten nicht ganz so stark davon profitieren.

Zu größeren Kursgewinnen kam es bei Swatch (+1,7 Prozent), nachdem die Royal Bank of Scotland das Kursziel angehoben hatte. Die Konkurrenzpapiere von Richemont wurden im Kursziel ebenfalls höher eingestuft, die Aktie büßte im Handel allerdings 0,2 Prozent ein.

Bei den Blue Chips litten UBS (-1,2 Prozent) relativ stark unter Gewinnmitnahmen. Gemäß Finanzchef John Cryan rechnet die Großbank auch im dritten Quartal mit weiteren Verlusten auf eigenen Schulden. An einer Investorenkonferenz in London hob Cryan aber auch die im dritten Quartal weiter gestärkte Kapitaldecke hervor. außerdem verbessere sich die operative Entwicklung Tag für Tag. Die Konkurrenzpapiere der Credit Suisse gaben mit 0,2 Prozent nur leicht nach.

Neben UBS drückten auch die Roche Holding-Genussscheine (-0,8 Prozent) auf den Gesamtindex. Die für das Medikament Roactemra in der EU eingereichte Zulassungserweiterung blieb wie von Analysten erwartet ohne wesentlichen Einfluss auf den Kurs.

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