Marktbericht Schweiz
Börse Zürich schließt fast unverändert

Der Schweizer Aktienleitindex SMI hat am Montag kaum verändert geschlossen. Einerseits belasteten Finanztitel, andererseits stützten Aufschläge bei den Pharmawerten, die von Übernahmefantasien getrieben wurden. Mit minus 0,09 Prozent auf 4 307,67 Punkte ging der SMI aus dem Handel.

HB ZÜRICH. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI um 0,54 Prozent auf 601,55 Punkte nachgab. Der SPI sank um 0,11 Prozent auf 3 621,61 Punkte.

Über weite Strecken habe die Börse unter einer negativen Grundstimmung gelitten und dabei den SMI im Verlauf erneut auf ein Mehrjahrestief bei 4 234,96 Zählern gedrückt, hieß es am Markt. Ursache sei die Unsicherheit über die Länge und Tiefe der Rezession gewesen. Im Zuge der positiven Entwicklung an Wall Street drehte die Börse am Nachmittag zeitweise in positives Terrain, konnte die Aufschläge jedoch nicht bis zur Schlussglocke halten.

Finanzwerte, und hier insbesondere die Großbanken, gerieten vor allem wegen der erhöhten Staatsbeteiligung der britischen Regierung an der Bankengruppe Lloyds unter Druck. UBS büßten 5,3 Prozent auf 8,57 Franken ein und erreichten zeitweise bei 8,20 Franken ein neues historisches Verlaufstief. Julius Bär gaben um 3,5 Prozent auf 20,50 Franken nach.

Im Blick der Anleger standen jedoch die Wechsel in den Verwaltungsräten der Swiss Re und der Credit Suisse (CS) . So übernimmt Walter Kielholz das Präsidium beim Rückversicherer Swiss Re, während er diese Funktion bei der CS abgeben wird. Swiss Re verloren 2,3 Prozent auf 12,09 Franken. CS büßten 6,2 Prozent auf 22,48 Franken ein. Die Öffentlichkeit hatte in den vergangenen Wochen verstärkt den Rücktritt von Kielholz gefordert. Die Vorschläge für den Swiss Re-Verwaltungsrat dürften kaum im Sinne der Investoren und Kunden sein, meinte ein Marktbeobachter. Ein Bruch mit der Vergangenheit scheine so kaum möglich. Auch andere Versicherer gaben deutlich nach: Swiss Life Holding fielen um 6,7 Prozent auf 48,40 Franken, ZFS sanken um 2,4 Prozent auf 127,80 Franken und Baloise verloren 4,1 Prozent auf 53,65 Franken.

Die schwer gewichteten Pharmawerte Roche stiegen um 3,5 Prozent auf 133,30 Franken und Novartis legten um 0,7 Prozent auf 40,50 Franken zu und stützten so den Markt. Nach Ansicht von Marktbeobachtern heizte der angestrebte Zusammenschluss in der US-Pharmabranche von Merck & und Schering-Plough die Konsolidierungsfantasien im Sektor an./

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