Marktbericht Schweiz
Börse Zürich schließt knapp behauptet

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag einen ganz im Zeichen der UBS stehenden Handelstag mit einer etwas leichteren Tendenz beendet. Die Titel der Großbank legten trotz enttäuschender Zahlen deutlich zu und boten dem Standardwerte-Index kräftige Unterstützung.

HB ZÜRICH. In der letzten Handelsstunde löste sich jedoch der Aktienmarkt im Sog der Verluste an den US-Börsen von seinem Tageshoch und rutschte ins Minus. Der SMI verlor 0,27 Prozent auf 5 144,69 Zähler.

Erste durchgesickerte Details zum Konjunkturpaket von US-Finanzminister Timothy Geithner und dann die Rede des Ministers selbst ließen die Kurse abbröckeln. Es sehe bislang nicht nach dem großen Befreiungsschlag aus, kommentierte ein Händler die Aussagen von Geithner. Im Kampf gegen die Finanzkrise will die US-Regierung den Kreditmärkten mit neuen Billionen-Summen zu Hilfe eilen. US-Finanzminister Geithner kündigte am Dienstag die Schaffung eines durch Staatsgelder und private Investoren gemeinsam finanzierten Fonds im Umfang von bis zu einer Billion Dollar an, der wie eine "Bad Bank" Geldinstitute von faulen Wertpapieren befreien soll.

Die Papiere der UBS (+5,7% auf 13,63 Franken) verzeichneten nach einer Berg- und Talfahrt kräftige Gewinne und waren das stärkste Zugpferd im Blue-Chip-Index. Dies nachdem die Bank ein Resultat für 2008 präsentiert hatte, das auf allen Ebenen hinter den Markterwartungen zurückblieb. Analysten ließen am Zahlenkranz denn auch kaum ein gutes Haar. Als bedenklich wurde vor allem der massive Geldabfluss im vierten Quartal gewertet. "Der Markt war sich zunächst nicht schlüssig, wie die Neuigkeiten einzuschätzen sind", sagte ein Händler.

Als "ermutigend" bezeichnete die Großbank selbst hingegen den Start in die laufende Periode, was auch bei Analysten positiv aufgenommen wird. Sie verweisen auf den Neugeldzufluss im Januar und auf die Entwicklung bei der Investment Bank.

Julius Bär (+4,8% auf 31,52 Franken) schlossen ebenfalls im Plus. Die Titel der Credit Suisse (unv. bei 30,88 Franken) zeigten sich am Vortag ihrer Ergebnispublikation für das abgelaufene Jahr unverändert. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten mit einem Reinverlust zwischen fünf und acht Mrd. Franken. Neben den Abschreibungen und der Entwicklung des Bestands an Risikopositionen steht der Nettoneugeldzufluss im Fokus.

Das Indexschwergewicht Nestle (+0,5% auf 38,50 Franken) profitierte von einer Unternehmensstudie der Credit Suisse. In der Studie verteidigt die CS die Papiere des Nahrungsmittelherstellers nach dem jüngsten Kursrückgang entschieden.

Swiss Re (+3,4% auf 19,13 Franken) standen weit oben auf dem Kurstableau. Die Titel hatten in der Vorwoche nach einem für 2008 vermeldeten Milliardenverlust und einer Kapitalerhöhung knapp 40% verloren und am Montag 1,6% höher geschlossen.

Ciba schlossen bei 48,52 Franken und damit auf dem Stand des Vortages. Der Spezialchemiekonzern hat im letzten vollen Geschäftsjahr vor der Übernahme durch BASF einen Verlust von 564 Mill. Franken erlitten.

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