Marktbericht Schweiz
Börse Zürich schließt mit klaren Verlusten

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag deutlich im Minus geschlossen. Der Swiss Market Index (SMI ) verlor bis Börsenschluss 1,54 Prozent auf 4 723,02 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) gab um 1,25 Prozent auf 661,49 Zähler nach.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag deutlich im Minus geschlossen. Der Swiss Market Index (SMI ) verlor bis Börsenschluss 1,54 Prozent auf 4 723,02 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) gab um 1,25 Prozent auf 661,49 Zähler nach und auch der breite Gesamtmarkt büßte - gemessen am SPI - 1,52 Prozent auf 3 922,94 Punkte ein. Der Markt war bereits rund 1 Prozent tiefer in den Handel gestartet. Nach einer halben Handelsstunde beschleunigte sich die Abwärtsbewegung. Danach tendierte der Leitindex auf sehr tiefem Niveau seitwärts. Daran konnte auch die positive Eröffnung in den USA nichts ändern. Die Diskussion um das Ende des Bankgeheimnisses und ein möglicher Einbruch des Finanzplatzes Schweiz würden unter Anlegern am meisten für Unruhe sorgen. In diesem Zusammenhang kamen dann auch vor allem die Bankenwerte unter Druck.

UBS fielen zeitweise deutlich unter die Marke von zehn Franken bis auf ein Tagestief von 9,35 Franken. Im späten Handel bauten die Aktien ihre Abgaben wieder etwas ab, nachdem bekannt wurde, dass die Bank 2009 an der Rückkehr in die Gewinnzone festhält. Am Ende der Sitzung büßte der Titel 1,5 Prozent auf 9,85 Franken ein. Auch Credit Suisse (-3,5 Prozent auf 25,14 Franken) konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Händler befürchteten, dass die CS in den USA mit ähnlichen Problemen konfrontiert sein könnte wie die UBS. Darüber hinaus gehen Marktteilnehmer davon aus, dass es bei den Banken zu weiteren Abflüssen von verwalteten Vermögen kommen wird. Julius Bär kletterten dagegen am Schluss noch mit 1,6 Prozent auf 30 Franken ins Plus.

Mit weit deutlicheren Verlusten als die Banken gingen die Titel von Swiss Re (-7,1 Prozent auf 13,15 Franken) aus dem Handel. Die Aktien des Rückversicherers litten unter dem starken Vertrauensverlust der Anleger. Seit Jahresbeginn haben die Papiere somit rund 75 Prozent eingebüßt. Anleger würden auf eine Veränderung im Verwaltungsrat warten, so ein Händler. Die größten Verlierer im SMI waren aber OC Oerlikon (-10,4 Prozent auf 24,18 Franken). Daneben wurden auch Lonza (-4,0 Prozent auf 112 Franken) und Roche Holding (-3,8 Prozent auf 137,80 Franken) stark verkauft. Beim Pharmakonzern bleibt die geplante Übernahme des US-Biotechnunternehmens Genentech im Fokus.

Ebenfalls mit Abgaben schlossen Novartis (-1,9 Prozent auf 47 Franken) und Nestle (-0,6 Prozent auf 38,42 Franken). An der Spitze des SMI lagen Swiss Life (+8,3 Prozent auf 56,30 Franken). Gesucht waren auch Nobel Biocare (+3,9 Prozent auf 19,08 Franken), ZFS (+1,6 Prozent auf 160 Franken) oder Baloise (+1,6 Prozent auf 67,45 Franken).

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