Marktbericht Schweiz
US-Daten schicken Börse Zürich ins Minus

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit niedrigeren Kursen aus der Sitzung gegangen und hat damit auch die Woche erneut mit einem Minus abgeschlossen.

HB ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit niedrigeren Kursen aus der Sitzung gegangen und hat damit auch die Woche erneut mit einem Minus abgeschlossen. Nach einem negativen Start ergab sich in der Folge eine leichte Verbesserung auf das Schlussniveau vom Donnerstag, verbunden mit einer Seitwärtsbewegung. Mit der Publikation des Arbeitsmarktberichtes in den USA ging es dann aber deutlich nach unten.

Dieser wies einen unerwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit aus, während die Marktteilnehmer im Vorfeld mit einer unveränderten Arbeitslosenquote gerechnet hatten. Mit der Publikation des ISM-Index und der Industrieaufträge, beide Indizes fielen besser aus als erwartet, dämmten die hiesigen Indizes die Verluste gegen Handelsende dann wieder etwas ein.

Der Swiss Market Index (SMI ) verlor schließlich 0,66 Prozent auf 6 440,9 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich ein Minus von 0,7 Prozent. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab 0,41 Prozent auf 1 021,55 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,48 Prozent auf 5 784,12 Punkte.

Mit zu den größten Verlierern gehörten einige Finanzwerte, von denen Bâloise (-1,6 Prozent), Zurich Financial Services (-1,7 Prozent) und Swiss Re (-1,0 Prozent) am meisten nachgaben. Für ZFS hat Cheuvreux das Kursziel deutlich zurückgenommen, das Rating "Outperform" allerdings bestätigt. Etwas besser hielten sich dagegen UBS (-0,5 Prozent), Swiss Life (-0,4 Prozent) und Julius Bär (-0,1 Prozent).

Einen guten Teil der Gesamtmarktverluste hatten allerdings Novartis (-1,7 Prozent) als Tagesverlierer zu verantworten, während die Papiere von Roche 0,7 Prozent verloren. Vertreter der EU-Kommission haben am Mittwoch bei einigen Pharmakonzernen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten Razzien durchgeführt, wovon allerdings beide Firmen nach Aussagen ihrer Sprecher nicht betroffen waren. Für das Sentiment im Pharma-Sektor allgemein seien diese Nachrichten aber dennoch nicht erfreulich, hieß es in Marktkreisen.

Ebenfalls mit überdurchschnittlichen Abgaben präsentierten sich SGS (-1,2 Prozent), Swatch (-0,9 Prozent) oder Nestlé (-0,7 Prozent).

Die Gewinner wurden von Actelion (+1,3 Prozent), Clariant (+0,8 Prozent) und Adecco (+0,6 Prozent) angeführt. Adecco haben allerdings nach einem starken Start einen guten Teil der Gewinne wegen des enttäuschenden Arbeitsmarktberichtes später wieder abgegeben. Adecco hat mit einer chinesischen HR-Firma ein Joint Venture in Shanghai gegründet und will damit ab nächstem Jahr vom Wachstumspotential im Riesenreich profitieren. Marktkreise bewerteten dies als positiv. Das Potential im Bereich Stellenvermittlung beim bevölkerungsreichsten Land sei schlicht immens, hieß es.

Zudem dürfte mit der eingeleiteten Transformation von der bisherigen "Werkbank der Welt" zu einem Hightech-Standort auch die Nachfrage nach Fachkräften und Spezialisten weiter zunehmen, was ebenfalls positiv für Adecco wäre.

Weiter oben waren zudem Swisscom und Holcim (je +0,6 Prozent) zu finden. Holcim seien von der Erwartung auf eine positive Wachstumsüberraschung angeheizt worden, hieß es im Markt. Obwohl der Zementkonzern mehrfach darauf hingewiesen habe, dass das Umfeld in Bezug auf Wachstum und Preisgestaltung nicht einfach sei, seien wieder bullische Spekulationen aufgekommen.

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