Marktbericht Tokio
Asiens Börsen stürzen erneut ab

Der Notverkauf der US-Investmentbank Bear Stearns und die überraschende Diskontsatzsenkung der US-Notenbank Fed haben die Börsen in Fernost auf Talfahrt geschickt. In Japan brachen die führenden Indizes ein. Für den Dollar gibt es anscheinend kein Halten mehr.

HB TOKIO/HONGKONG. Während der Dollar gegenüber dem Yen auf ein 13-Jahres-Tief fiel, strebten die Preise für Gold und Öl neuen Rekordhöhen entgegen. Börsianer rechneten mit einem koordinierten Eingreifen der Notenbanken, um den Absturz des Dollars zu bremsen. Exportwerte litten unter dem starken Yen. Finanztitel verzeichneten nach der Übernahme von Bear Stearns durch JPMorgan Chase ebenfalls deutliche Verluste.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 3,71 Prozent tiefer bei 11 787 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 3,65 Prozent auf 1 149 Punkte. Auch die Börsen in Singapur, Hongkong, Taiwan, Shanghai und Südkorea lagen deutlich im Minus.

„Wenn der Yen auf diesem Niveau bleibt, wird dies auf die Gewinne der Exporteure nicht nur in diesem, sondern auch im nächsten Jahr negative Auswirkungen haben“, sagte Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. Unter Druck gerieten Exportwerte wie Canon mit Kursverlusten von mehr als vier Prozent und Sony mit einem Minus von 5,7 Prozent. Die Papiere von Toyota fielen ebenfalls um mehr als fünf Prozent, die Titel von Honda gaben um mehr als vier Prozent nach.

Zu den Verlierern gehörten auch Banken: Die Aktien von Mitsubishi UFJ verloren 4,8 Prozent, die Papiere der Nummer zwei Mizuho Financial verbilligten sich um 3,4 Prozent. „Nach dem de facto Bankrott von Bear Stearns werden die Anleger weiter auf Probleme bei anderen Banken schauen, auch wenn ich denke, dass wir das schlimmste gesehen haben“, erklärte Hamasaki.

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