Marktbericht Tokio
Asiens Börsen zwischen Hoffen und Bangen

Der vorige Handelstag war von dem tiefsten Stand des Nikkei seit 2009 geprägt. Die gestrigen leichten Gewinne der Wall Street haben Einfluss auf die Börse in Tokio. Hier gibt es auch leichte Gewinne im frühen Handel.
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Tokio/SingapurDie Börsen in Fernost haben sich am Dienstag uneinheitlich präsentiert. Nach positiven US-Vorgaben verzeichnete der japanische Aktienmarkt Gewinne. Die Wall Street wie die Tokioter Börse reagierten auf einen Zeitungsbericht, wonach das ähnlich wie Griechenland hoch verschuldete Italien auf Unterstützung aus China hoffen kann. Doch die wachsende Befürchtung, Griechenland könne bankrottgehen, verdarb den Anlegern die Lust auf größere Einkäufe. Auch die Misere der besonders stark in Griechenland engagierten französischen Banken machte den Anlegern in Fernost zu schaffen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio knappe ein Prozent im Plus bei 8616 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,2 Prozent auf 749 Punkte. Nach oben zeigten die Kursbarometer auch in Singapur . Abwärts ging es dagegen in Shanghai wie auch in Taiwan . Die Aktienmärkte in Hongkong und Korea blieben am Dienstag wegen Feiertagen geschlossen.

Die Sorgen um die Stabilität der Finanzmärkte, besonders in Europa, hielten Händler von aggressiven Käufen ab, sagte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities. Die Marktteilnehmer richteten ihre Aufmerksamkeit bereits auf ein Treffen der Euro-Finanzminister am Freitag, an dem auch US-Ressortchef Timothy Geithner teilnehmen wird.

Bei den Einzelwerten gewann Suzuki 3,6 Prozent, nachdem der Kleinwagen- und Motorradspezialist die vor knapp zwei Jahren mit Volkswagen eingegangene Allianz aufgekündigt hatte. VW bemüht sich nach den geäußerten Trennungsabsichten allerdings um eine Rettung der Partnerschaft.

Verluste verbuchte dagegen Nintendo . Die Papiere des Herstellers von Spielekonsolen fielen unter anderem deshalb um 5,1 Prozent, weil Macquarie Securities den Konzern schwächer eingestuft hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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