Marktbericht Tokio
Erleichterungsrally in Tokio

Die Tokioter Aktienbörse hat sich am Freitag von den starken Vortagesverlusten wieder deutlich erholt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verbesserte sich angetrieben von der Nachfrage nach Banken- und Brokertiteln um 220,69 Punkte oder 1,45 Prozent auf 15 404,05 Punkte. Am Vortag hatte das Börsenbarometer 301,30 Punkte abgegeben. Der breit gefasste Topix stieg am Freitag um 22,50 Punkte oder 1,43 Prozent und ging beim Stand von 1591,23 Punkten ins Wochenende.

HB TOKIO. Teilnehmer begründeten die Aufschläge mit den starken Verlusten am Vortag. Diese hätten die Sorge vor einer Überhitzung des Markts gedämpft, und die Teilnehmer seien nun wieder zu Käufen bereit. Auf die Stimmung im Technologiesektor drückte dagegen der Zwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel, der mit seinem aktualisierten Umsatzausblick die hohen Erwartungen von Analysten enttäuschte.

Gefragt waren vor allem die am Vortag stark gefallenen Finanztitel. Am Donnerstag waren diese Titel im Gefolge des desaströs verlaufenden Börsengangs von J-Com unter Druck geraten. Dabei war es zu fehlerhaft eingegangen Verkaufsaufträgen gekommen. Am Freitag hätten sich die Sorgen wegen der Auswirkung dieses Vorgangs vermindert, sagten Händler. So legten etwa die Aktien der zweitgrößten japanischen Bank Mizuho Financial mehr als zwei Prozent zu, nachdem sie am Donnerstag mit einem Minus von 3,4 Prozent aus dem Handel gegangen waren. Aktien von Nikko Cordial legten um 4,8 Prozent auf 1840 Yen zu, Nomura Holdings um 3,6 Prozent auf 2160 Yen und Daiwa Securities um 3,4 Prozent auf 1263 Yen. „Der Zwischenfall gestern hat dem Markt, der Anzeichen der Überhitzung gezeigt hat, eine kalte Dusche verpasst“, sagte Jun Nishizaki von Nissay Asset Management.

Technologiewerte gerieten zunächst wegen des enttäuschenden Intel-Zwischenberichts unter Druck, konnten sich aber teilweise wieder erholen. So schlossen etwa Advantest mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 10 920 Yen. Dagegen gaben NEC Electronics 0,5 Prozent ab auf 3890 Yen. Die Titel des Chipausrüsters Nikon gaben sogar um fast drei Prozent nach.

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