Marktbericht Tokio
Finanz- und Ölwerte ziehen Tokio ins Minus

Belastet von Verlusten bei Finanz- und Ölwerten hat die Tokioter Börse am Donnerstag im Minus geschlossen. Die übrigen asiatischen Aktienmärkte tendierten uneinheitlich.

HB TOKIO. Der Dollar verteidigte seine nach Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke erzielten Gewinne zu Euro und Yen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,65 Prozent im Minus bei 14 341 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,42 Prozent auf 1424 Zähler. Auch die Börsen in Singapur und Südkorea gaben nach. Die Indizes in Taiwan und Hongkong legten hingegen zu.

Japanische Finanzwerte folgten den schwachen Vorgaben ihrer US-Branchenkollegen ins Minus. An der Wall Street hatte Moody's die Anleger aufgeschreckt, weil sich die Rating-Agentur skeptisch über die Kreditwürdigkeit der Anleiheversicherer MBIA und Ambac Financial äußerte. Die Dividendenpapiere des japanischen Branchenprimus Mitsubishi UFJ Financial Group verbilligten sich beispielsweise um 2,87 Prozent. Ebenfalls abgestraft wurden die Anteilscheine von Öl- und Gasdienstleistern wie Inpex. Das Papier gab um 3,1 Prozent im Zuge der sinkenden Ölpreise nach.

Gegen die allgemeine Markttendenzkonnten sich indes die Aktien von Softbank mit einem Plus von knapp drei Prozent stemmen. Händler begründeten den Kurssprung mit der Ankündigung des Mobilfunkanbieters, das Multimediagerät iPhone des Computerkonzerns Apple in Japan künftig zu verkaufen.

Die US-Börsen hatten am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent schwächer bei 12 390 Punkten. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,91 Prozent zu auf 2503 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index tendierte kaum verändert bei 1377 Stellen.



Der Euro präsentierte sich mit 1,5424 Dollar zum Greenback kaum verändert verglichen mit dem späten US-Devisenhandel. Zum Yen tendierte die US-Währung bei 105,54 Yen ebenfalls wenig verändert. Der Dollar hatte bereits am Dienstag nach einer Warnung von Notenbankchef Bernanke vor einer schwachen US-Währung deutlich zugelegt. Bernanke sagte, dass die Zentralbanker mit Sorge auf die wachsenden Inflationserwartungen blickten. Dies deutete nach Einschätzung von Devisenhändlern darauf hin, dass die US-Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken werde.

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