Marktbericht Tokio
Gewinnmitnahmen stoppen Vormarsch des Nikkei

Nach der Vorlage des Quartalsbericht des US-Speicherchipherstellers Micron Technology haben am Donnerstag in Asien vor allem Chipwerte zugelegt. In Tokio gaben die Kurse aber überwiegend nach. Anleger hätten vor dem verlängerten Wochenende ihre jüngsten Kursgewinne bei Immobilienwerten und Einzelhandelstiteln mitgenommen, sagten Händler. Der Euro lag kaum verändert bei rund 1,1831 Dollar. Am Freitag bleibt die Börse wegen des Geburtstag des Kaisers geschlossen.

HB TOKIO. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,10 Prozent schwächer bei 15 941 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index lag bis Handelsschluss kaum verändert bei 1637 Zählern. Auf der Verliererseite standen vor allem Titel der Immobilienbranche, die am Vortag stark gestiegen waren. Der Nikkei knackte am Mittwoch erstmals seit fünf Jahren die Marke von 16 000 Punkten. „Es gibt Sorgen über eine Überhitzung“, sagte Analyst Hideyuki Suzuki von SBI Securities in Japan. Deswegen hatten viele Anleger in der Sitzung Gewinne mitgenommen.

Unter den Immobilienwerten gaben Mitsubishi Estate um 1,7 Prozent auf 2350 Yen ab. Heiwa Real Estate verbilligten sich um 0,3 Prozent auf 936 Yen und Misawa Homes büßten 0,3 Prozent auf 6060 Yen ein. Die Aktien des Marktführers Mitsui Fudosan stiegen hingegen bis Handelsschluss um weitere 1,7 Prozent auf 2340 Yen.

Die Nachfrage nach Technologieaktien blieb rege. Sony verteuerten sich um 5,2 Prozent auf 4630 Yen und sorgten mit dem Erreichen des Jahreshochs auch für steigende Notierungen bei anderen Technologiewerten. Sanyo-Electric-Aktien kletterten um 19,1 Prozent auf 337 Yen, nachdem das angeschlagene Unternehmen den Erhalt einer milliardenschweren Finanzspritze angekündigt hatte. Die Ankündigung, Goldman Sachs und weitere Investoren würden mehr als 2,5 Mrd. Dollar in den Elektronikkonzern stecken, ließ den Kurs zeitweise um mehr als ein Fünftel auf 363 Yen steigen. Konica kletterten um 8,6 Prozent auf 1239 Yen und NEC verbesserten sich um 3,2 Prozent auf 740 Yen.

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