Marktbericht Tokio/Hongkong
Asiatische Börsen schließen uneinheitlich

Die asiatischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Nach der Rally des Vortages legten Anleger in Tokio offenbar zunächst eine Pause ein, die wichtigsten Indizes schlossen nahezu unverändert. Das jüngste Rekordhoch beim Ölpreis nährte jedoch erneut Inflationssorgen und drückte einige andere Börsen ins Minus.

HB HONGKONG. In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den Handel bei 14 348 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss bei 1401 Stellen. Auch der Aktienmarkt in Hongkong präsentierte sich kaum verändert. Die Börse in Taiwan verbuchte Gewinne. Shanghai, Singapur und Seoul tendierten dagegen schwächer. An diesen Handelsplätzen machte sich vor allem der Ölpreis bemerkbar, der am Montag ein neues Rekordhoch erreicht hatte und pro Barrel vorübergehend 139,89 Dollar kostete. Am Dienstagmorgen gab der Ölpreis wieder nach auf gut 134 Dollar. Die Börse in Südkorea bekam zusätzlich den anhaltenden Streik der Lkw-Fahrer zu spüren.

In Tokio kamen jüngste Gewinner wie etwa Honda unter Druck. Die Aktie des Autoherstellers verlor 1,8 Prozent. Dagegen legten Finanzwerte wie die Sumitomo Mitsui Financial Group zu, nachdem die US-Investmentbank Lehman Brothers ihre vorläufigen Zahlen bestätigt hatte. Den Angaben zufolge fiel im zweiten Quartal ein Verlust von 2,8 Mrd. Dollar an. Die Anleger atmeten auf, weil es neben den erwarteten Verlusten keine weiteren negativen Nachrichten von Lehman gab.



"Nach den Ergebnissen von Lehman herrscht Erleichterung auf dem Markt und das hat zu einigen Käufen geführt, allerdings auch zu Gewinnmitnahmen", sagte Hirokai Kuramochi von Tokai Tokyo Securities.

In den USA hatten die Börsen am Montag ebenfalls uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 12 269 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte zum Schluss kaum verändert bei 1360 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen 0,8 Prozent auf 2474 Stellen vor.

Der Dollar notierte am Dienstag zur japanischen Währungleichter, bei 107,84 Yen, nach 108,19 Dollar im späten US-Handel. Ein Euro kostete 167,50 Yen, nach 167,38 Yen in den USA. Die Gemeinschaftswährung kostete in Fernost 1,5528 Dollar nach 1,5466 Dollar im US-Handel.

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