Marktbericht Tokio/Hongkong
Asien-Börsen schließen im Minus

Die Börsen in Fernost haben am Montag tiefer notiert. Als Negativfaktor führten Analysten die wieder aufkeimenden Sorgen in den USA vor einer Inflation gepaart mit einem wirtschaftlichen Abschwung an, was auch asiatische Unternehmen belasten würde. Japans Exporteure bekamen zudem einen Kursanstieg des Yen zu spüren und rutschten in den Keller.

HB TOKIO. Zu den Verlierern zählten außerdem Bankentitel, da Anleger weitere Verluste im Zuge der Kreditmarktkrise befürchteten. Während der Dollar in Fernost nachgab, zog der Ölpreis wieder an.

Insgesamt blieb das Handelsvolumen in Fernost jedoch schwach, da die Finanzmärkte in den USA und Großbritannien am Montag wegen nationaler Feiertage geschlossen blieben.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,3 Prozent im Minus bei 13 690 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,36 Prozent auf 1344 Stellen. Die Börsen in Hongkong, Singapur, Shanghai, Taiwan und Südkorea tendierten ebenfalls tiefer.

„Die Stimmung am Markt ist ziemlich schlecht“, sagte Kenro Kawano von Credit Suisse in Tokio. „Wenigstens im Moment haben wir einen Bärenmarkt.“ Der Anstieg der Ölpreise werde der japanischen Wirtschaft letztendlich schaden, warnte Kawano.

Die Aktien von Canon schlossen 3,1 Prozent schwächer. Die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial rutschten 3,6 Prozent ins Minus. Die Titel von Nissan fielen nach einer Herabstufung durch Merrill Lynch 2,7 Prozent. Auch andere Autohersteller verbuchten angesichts des schwachen Dollars Verluste.

An der Börse in Hongkong verbuchten die Aktien des weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile nach einer Herabstufung durch die Investmentbank Goldman Sachs einen herben Kursverlust. Das Papier gab rund acht Prozent nach. Bereits am Freitag hatte der Titel fast vier Prozent an Wert verloren. Als Grund für seine Herabstufung gab Goldman Sachs an, dass der in der vergangenen Woche veröffentlichte Umstrukturierungsplan des Konzerns eher negativ zu bewerten sei. Der Euro tendierte in Fernost etwas fester. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,5768 Dollar, nach 1,5764 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung tendierte der Euro bei 162,80 Yen. Ein Dollar kostete 103,25 Yen, nach 103,30 Yen in den USA.

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