Marktbericht Tokio/Hongkong
Nikkei schließt schwach

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Sorgen über die Auswirkungen der US-Kreditkrise auf die Weltwirtschaft und Inflationsängste wegen des hohen Ölpreises belasteten einige Aktienmärkte. Andere profitierten dagegen von Gewinnen der Halbleiterbranche.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Börse in Tokio hat am Donnerstag angesichts einer jüngsten Serie enttäuschender Bilanznachrichten japanischer und amerikanischer Unternehmen schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 166,59 Punkte oder 1,27 Prozent auf den Schlussstand von 12 945,30 Punkte. Der breit gefasste Topix gab 14,83 Punkte oder 1,17 Prozent auf den Stand von 1248,07 Punkten ab.

Auch die Börse in Singapur tendierte leichter, während die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Taiwan Gewinne verbuchten. In Japan wurden zu Beginn der Berichtssaison die Konjunktursorgen durch Unternehmensnachrichten aus den USA genährt. Dazu gehörte die Mitteilung des als Konjunkturbarometer geltenden Paketdienstes UPS, er rechne nur noch mit einem geringeren Gewinn im ersten Quartal. Dies habe Sorgen über die US-Wirtschaft ausgelöst, die sich bis nach Japan fortpflanzten, sagte Analyst Kazuki Miyazawa von Daiwa Securities SMBC. Es gebe große Sorgen, was die Geschäftszahlen der heimischen Unternehmen über die japanische Konjunktur aussagen würden.

Gekoppelt mit einem schwachen Yen belastete dies Exportwerte wie Toyota. Die Aktie des Autobauers gab 1,4 Prozent nach. Der Industrieroboter-Hersteller Fanuc wurde zusätzlich durch Zahlen belastet, die einen rückläufigen Auftragseingang der japanischen Maschinenbauer auswiesen. Fanuc -Papiere verloren 6,2 Prozent.

Die jüngsten Lieferverzögerungen bei Boeings neuem Dreamliner belasteten die Aktien der Fluggesellschaften All Nippon Airlines (ANA) und Japan Airlines. Das ANA-Papier gab 1,9 Prozent ab, das von Japan Airlines 2,3 Prozent. Beide Unternehmen erklärten, sie prüften, Entschädigung von Boeing zu fordern.

Sorgen vor Gewinneinbußen zum Beginn der Berichtssaison hatten die US-Börsen am Mittwoch schwächer tendieren lassen. Auf die Stimmung drückten zudem der weiter gestiegene Ölpreis und die UPS -Gewinnwarnung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,4 Prozent schwächer bei 12 527 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank 0,8 Prozent auf 1354 Zähler. Der Nasdaq -Composite verlor 1,1 Prozent auf 2322 Punkte.

Der Euro wurde in Fernost vor der EZB -Sitzung am Donnerstag für 1,5841 Dollar gehandelt. Die Investoren rechneten damit, dass die Zinsdifferenz zwischen Euro- und Dollarraum weiterbestehen werde. Zur japanischen Währung notierte der Euro mit 159,81 Yen. Der Dollar verbilligte sich auf 100,88 Yen nach 101,80 Yen im späten US-Geschäft.

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