Marktbericht Tokio
Japanische Aktienmärkte legen zu

Die Börse in Tokio hat am Dienstag dem schwachen Konjunkturbericht der Notenbank getrotzt und nach positiven US-Vorgaben Kursgewinne verbucht.

TOKIO/HONGKONG. Die Zuwächse hielten sich Händlern zufolge jedoch wegen anhaltender Sorgen im Zusammenhang mit der Kreditkrise in Grenzen. Die anderen asiatischen Aktienmärkte notierten uneinheitlich. Der Euro präsentierte sich ein wenig schwächer.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,04 Prozent im Plus bei 12 656 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,45 Prozent auf 1 230 Zähler zu. Am Vortag hatte der Nikkei noch 2,3 Prozent verloren.

Die Indizes in Hongkong und Singapur und verzeichneten ebenfalls Gewinne. Dagegen notierten die Börsen in Taiwan und Shanghai deutlich im Minus. Der Index in Seoul schloss kaum verändert mit einem Abschlag von 0,1 Prozent.

Dem Tankan-Bericht der japanischen Notenbank zufolge trübte sich das Geschäftsklima in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft in den vergangenen drei Monaten weiter ein. Der Index fiel auf ein Vier-Jahrestief. Grundsätzlich sei die schlechte Stimmung in den Unternehmen aber erwartet worden, deshalb reagiere der Markt nun auf die Zahlen kaum, sagte Norio Shimura von Chuo Securities.

Die Anleger griffen unter anderem bei Finanztiteln zu, die am Vortag noch zu den Verlierern gezählt hatten. Die Aktien der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ verteuerten sich um 1,9 Prozent. Gefragt waren auch Exportwerte: Sony-Papiere stiegen um 2,3 Prozent.

Die US-Börsen hatten den Handel am Montag im Plus beendet: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte rund 0,4 Prozent fester bei 12 262 Stellen und der breiter gefasste S&P-500 legte 0,6 Prozent zu auf 1 322 Zähler.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,8 Prozent auf 2279 Punkte. Positiv auf die Stimmung in New York wirkten sich etwa die Pläne für eine neue Super-Aufsicht über das Finanzsystem aus.

Auf dem asiatischen Devisenmarkt notierte der Euro bei 1,5730 Dollar nach rund 1,5790 Dollar im späten US-Handel am Montag. Die Rekordinflation der Euro-Zone hatte den Euro zu Wochenbeginn zeitweise noch über die Marke von 1,58 Dollar gehoben. Zur japanischen Währung notierte der Dollar bei 99,73 Yen und damit kaum verändert zum US-Handel.

Am Markt hieß es allgemein, die Händler hielten sich vor den anstehenden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten eher zurück. Sie erhofften sich weiteren Aufschluss über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Im Tagesverlauf steht etwa der US-Einkaufsmanagerindex Industrie an.

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