Marktbericht Tokio
Nikkei bleibt auf Rekordkurs

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Freitag zum Wochenausklang überwiegend im Plus tendiert. Starke Zuwächse bei Bankentiteln ließen den japanischen Nikkei auf dem höchsten Stand seit fast fünf Jahren schließen. Der Dollar legte zu Euro und Yen zu.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verzeichnete den siebten Tag in Folge Gewinne und schloss 0,28 Prozent höher bei 14.784 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,79 Prozent auf 1529 Stellen zu. Im Plus notierten auch die Aktienmärkte in Taiwan und Südkorea, während die Börsen-Indizes in Singapur, Hongkong nachgaben.

Besonders gefragt waren in Tokio Bankaktien. Händler begründeten dies mit vor Handelsbeginn veröffentlichen Daten, die ein Ende der Deflationsphase andeuteten. Werte der größten Bank, Mitsubishi UFJ, verbesserten sich um 4,7 Prozent, nachdem das Institut am Vortag mit umgerechnet sechs Milliarden Dollar einen Rekordgewinn für das Halbjahr ausgewiesen hatte. Die Aktien der zweitgrößten Bank, Mizuho Financial verteuerten sich um mehr als fünf Prozent.

Dagegen strichen viele Anleger bei Papieren von Chipherstellern und ihren Zulieferern Gewinne ein. „Der Kauf von Aktien von Chip-Ausrüstern war gestern offensichtlich überzogen, es gibt keinen Anreiz für weitere Käufe“, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities in Tokio. Die Aktie des weltweit größten Herstellers von Geräten zum Testen von Microchips, Advantest, gab mehr als drei Prozent nach. Am Vortag hatte sie um zehn Prozent zugelegt und den Handel mit dem höchsten Schlussstand seit drei Jahren verlassen. Auch Aktien des Herstellers von Geräten zu Chip-Produktion, Tokyo Electron , gaben knapp ein Prozent nach. Die Ankündigung eines Gemeinschaftsunternehmens der US-Chiphersteller Intel und Micron Technology hatten den Technikwerten in den vergangenen Tagen Auftrieb gegeben.

Der Euro baute seine Verluste in Asien aus, die er am Vortag nach der Veröffentlichung des überraschend schwach ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex' verzeichnet hatte. Händler begründeten den Auftrieb für den Dollar auch mit der Erwartung, dass sich der Zinsunterschied zwischen den USA sowie der Euro-Zone und Japan eher noch vergrößern dürfte. Ein Euro wurde in Asien mit 1,1767 Dollar bewertet, weniger als im späten Handel in New York, wo er mit 1,1790 Dollar notierte. Der Dollar tendierte mit 119,22 Yen über der späten US-Notierung von 118,92 Yen.

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