Marktbericht Tokio
Nikkei-Index setzt sich über 10.000 Punkten fest

Die positive Stimmung in Europa und den USA hat sich auch auf die asiatischen Börsen übertragen. Trotz Sorgen über den weiter anziehenden Yen, kann der japanische Nikkei-Index deutlich zulegen.
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TokioDie Fernost-Börsen haben sich zum Ausklang der Handelswoche überwiegend freundlich gezeigt. In Tokio legten vor allem Bankentitel deutlich zu, nachdem Morgan Stanley in den USA unerwartet gute Unternehmenszahlen vorgelegt hatte. Die Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland stützte zudem die Aktien von Unternehmen wie Canon und Nikon, für die die europäische Gemeinschaftswährung eine wichtige Rolle spielt. Von großer Bedeutung am Markt war jedoch auch die anhaltende Stärke des Yen zum Dollar.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,2 Prozent höher bei 10.132 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um ein Prozent auf 868 Zähler. Auch die Börsen in Singapur, Taiwan, Korea und Hongkong legten zu. Shanghai tendierte kaum verändert.

Unter den Bankentiteln legte Mitsubishi UFJ 3,3 Prozent zu, Sumitomo Mitsui gewann 3,6 Prozent. Canon-Aktien stiegen um 1,3 Prozent, und Nikon-Papiere verteuerten sich um 1,4 Prozent.

Ob sich der allgemeine Aufwärtstrend halten kann, hängt Aktienstrategen vor allem von der Entwicklung auf den Devisenmärkten ab. Der Dollar sank zeitweise auf ein Vier-Monats-Tief zum Yen von 78,30 Yen. „Die Stärke des Yen zum Dollar ist zu bedeutend, um ignoriert zu werden“, warnte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Doch auch die Schuldenkrisen in den USA und Europa - trotz jüngster Erleichterung über Griechenland - könnten die Aktienmärkte ausbremsen.

Am Freitag lenkten viele Börsianer ihren Blick aber schon zuversichtlich auf die kommende Handelswoche. Einige Unternehmen wie Canon Marketing und Tamron hoben zudem ihre Gewinnprognosen an und wurden dafür am Markt belohnt. „Nach diesen Erhöhungen und den unerwartet guten Ergebnissen von der Wall Street konzentriert sich jeder schon auf die Unternehmen, die in der kommenden Woche ihre Zahlen vorlegen“, sagte ein Händler. In der Hoffnung auf eine Anhebung der Prognosen seien deshalb Titel wie Toshiba und Komatsu bereits gefragt. Der Elektrokonzern gewann knapp zwei, der Baumaschinenhersteller 1,4 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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