Marktbericht Tokio: Nikkei klettert auf Fünf-Jahres-Hoch

Marktbericht Tokio
Nikkei klettert auf Fünf-Jahres-Hoch

Die asiatischen Aktienbörsen haben am Donnerstag weiter zugelegt. Der Nikkei-Index der 225 führenden japanischen Werte stieg auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Gefragt waren Technologie- und Telekommunikationsaktien, weil Sharp und Fujitsu größere Investitionen angekündigt haben. Dagegen gaben Bankentitel wegen Gewinnmitnahmen nach. Autoaktien verloren wegen des gestiegenen Yen-Kurses, der die Exporte verteutert.

HB TOKIO. Der Nikkei schloss in Tokio 0,5 Prozent im Plus bei 16 445 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,71 Prozent auf 1684 Zähler. In Hongkong lag der Hang-Seng-Index 0,42 Prozent im Plus bei 15 716 Punkten. Der Seouler Kospi-Index schloss 0,61 Prozent im Plus bei 1403 Punkten.

„Der Schwung bei Technologieaktien scheint stark“, sagte Zenshiro Mizuno von Marusan Securities. Dies unterstütze auch die Entwicklung an der Wall Street, wo die US-Technologiebörse Nasdaq den siebten Handelstag in Folge ihre Gewinne habe ausbauen können.

Die Ankündigung der Unterhaltungselektronik-Unternehmen Sharp und Matsushita aus den vergangenen Tagen, zusätzliche Gelder in die Produktion von Flachbildschirmen zu investieren, habe den Technologiewerten ebenfalls geholfen, sagte Mizuno. Sharp-Titel kletterten um 6,44 Prozent. Die Aktien von Matsushita, dem Hersteller der Geräte der Marke Panasonic, verteuerten sich um rund 2,06 Prozent. Die Papiere von Fujitsu gewannen 0,3 Prozent. Der Elektronikkonzern plant wegen gestiegener Nachfrage ein neues Halbleiter-Werk.

Gewinnmitnahmen drückten vor allem Bankentitel. Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. verloren 1,29 Prozent. Auch die Aktien einiger Autohersteller gaben unter dem Druck des gestiegenen Yen nach nach. Honda gaben um 0,75 Prozent nach, Toyota Motor Corp. schlossen leicht im Plus.

In New hatten angehobene Preisziele für Papiere des Computerkonzerns Apple am Mittwoch vor allem die US-Technologiewerte gestützt. Insgesamt dämpfte allerdings eine reduzierte Gewinnprognose des US-Chemieriesen DuPont die Stimmung an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,29 Prozent fester bei 11 043 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,35 Prozent auf 1294 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete mit 2331 Punkten ein Plus von 0,48 Prozent. Der Euro hat vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag im frühen Handel in Fernost leicht zugelegt. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,2143 Dollar.

Zwar erwarten die meisten Marktteilnehmer, dass die EZB den Leitzins unverändert bei 2,25 Prozent lassen wird. Doch sollte EZB-Chef Jean-Claude Trichet anschließend weitere Zinserhöhungen in Aussicht stellen, könnte dies dem Euro weiteren Auftrieb verleihen, sagten Händler. An den Finanzmärkten wird spätestens für März mit einer Anhebung um 25 Basispunkte gerechnet. Auch eine Ausweitung des Handelsdefizit in den USA könnte den Dollar belasten. Die Daten für November werden am Nachmittag erwartet.

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