Marktbericht Tokio
Nikkei schließt schwach

Die Tokioter Börse hat am Donnerstag schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 210,14 Punkte oder 1,36 Prozent auf 15 254,44 Punkte. Händler verwiesen auf die festere Haltung des Yen zum Dollar. Auch der breit gefasste Topix büßte um 18,55 Punkte oder 1,16 Prozent auf 1583,66 Punkte ein.

HB TOKIO. Belastet wurde der Markt vor allem von Kursverlusten bei Exportwerten. Sie litten unter dem Rekorddefizit in der US-Handelsbilanz und Spekulationen über ein Ende der Zinsanhebung in den USA, die am Donnerstag den Dollarkurs drückten.

In Hongkong lag der Hang Seng im Handelsverlauf hingegen 0,48 Prozent im Plus bei 15 048 Punkten. Der südkoreanische Börsenindex Kospi schloss 0,26 Prozent im Plus bei 1338 Punkten. Der Ölpreis gab etwas nach, weil US-Daten einen unerwarteten Anstieg der Vorräte in der Ölindustrie zeigten. Leichtes US-Öl wurde bei knapp über 60 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Der Goldpreis wurde weiter von Gewinnmitnahmen gedrückt. Die Feinunze wurde für 505 Dollar angeboten.

Die Verteuerung der japanischen Exporte durch den sinkenden Dollarkurs drückte vor allem auf die Kurse der Auto- und Elektronikfirmen. Toyota-Aktien gaben um 2,24 Prozent nach; Honda fielen um 2,51 Prozent, Sony um 1,37 Prozent und Canon um 1,86 Prozent.

Der Euro hat am Donnerstag in Fernost auf Kurse unter 1,20 Dollar verloren. Die Gemeinschaftswährung lag bei 1,1985 Dollar, nachdem sie in New York noch etwa 1,20 Dollar gekostet hatte. Nach der Fed-Zinserhöhung hatte der Euro am Mittwoch noch den höchsten Stand seit sechs Wochen bei 1,2062 Dollar markiert. Zum Yen sank der Dollar leicht auf 117,25 Yen nach zuletzt 117,35 Yen im späten US-Handel. Die US-Notenbank Fed hatte zwar erwartungsgemäß den Leitzins erneut um 25 Basispunkte angehoben. Allerdings deutete sie zugleich ein Ende der maßvollen Straffung ihrer Geldpolitik an.

„Die Frage ist, wo der Wechselkurs stehen bleiben wird“, sagte Analyst Yasuo Yabe von Meiwa Securities in Japan. „Wenn der Dollar bei 116 Yen stoppt und dann wieder steigt, werden wir ein Ende der gegenwärtigen Korrekturphase sehen.“ Druck auf den Markt komme derzeit auch durch die Nettoverkäufe ausländischer Anleger, die zuletzt maßgeblich für den Aufschwung des Nikkei gesorgt hätten, sagte er.

In New York hatte am Vorabend der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 0,55 Prozent fester bei 10 883 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,42 Prozent auf 1272 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag um 0,11 Prozent bei 2262 Punkten im Minus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%